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Die Geschichte: Eine Welt die tausend Gesichter hat. Jede Landschaft bietet etwas neues, so führt es den Zuschauer z.b in eine landschaftlichen Ebene mit mystischen Steinen, vor eine finsteren Kathedrale oder zu einer malerischen Stadt im Stil der Renessaince, die auf dem Wasser gebaut wurde. Auf dieser Ebene wiederum befinden sich eine Vielzahl noch nie gesehener Kreaturen , Monster und seltsamer Gestalten die das Geschehen der verschiedenen Schauplätze beeinflussen. Das ist die Welt von Hack Sign. Eine vorgenerierte Welt die den Namen „THE WORLD“ trägt und eigentlich das führende Online-RPG der Zukunft darstellt. Die Programmierer haben sich dabei ziemlich viel Mühe gegeben, wie man schon an den riesigen Schauplätzen und der großen Anzahl von Servern erkennt. Das Spiel ist sogar so erfolgreich das täglich unzählige Player online kommen um in den Genuss der völlig neuen Optik dieses Online-RPGs zu gelangen. Das System ist hierbei wohl das interessanteste. Bei diesem Spiel sitzt der Player nicht nur vor seiner Tastatur und schwenkt gemütlich mit der Maus umher oder gibt Befehle per Keyboard ein- viel mehr, er stöpselt sich an einen virtuellen Datenüberträger in Form eines Kopfhörers mit Brille an. Wenn man in dem Spiel stirbt, ist man Game Over und man startet einfach an der Stelle neu wo man zuletzt begonnen hat. Die vorzüge der virtuellen Welt finden schnell anklang, und es gibt unter den Spielern sicherlich solche, die „THE WORLD“ mittlerweile ihrer eigenen Realität vorziehen. Das ist auch der ausschlaggebenste Nachteil dieses Systems, da das Spiel für gewisse Player zur Droge wird. Da das ganze Projekt jedoch unmengen an Kosten verschlungen hat und der Gewinn alle Grenzen sprengt, sehen die Gesellschaft und allen voran die Firma darüber hinweg.

Gleich zu Anfang lernt man Hauptheld Tsukasa kennen, einen weißhaarigen Jungen der ein magierähnliches Gewand trägt. Dieser ist gerade aus einem Trance- ähnlichem Schlaf erwacht, und zu anfang genauso planlos wie der Zuschauer selbst, der sich diese Serie ansieht. Der Junge hat nämlich sein Gedächtnis verloren und weiß zu anfang weder wer er ist, noch wo er sich befindet und warum er überhaupt existiert. Zu Anfang sehr abweisend und apathisch, ist Tsukasa gezwungen sich zu verändern, um in dieser Welt zurechtzukommen, da ihn zwei wirklich außergewöhnliche Dinge von den anderen Playern unterscheidet. Er ist erstens nicht imstande das Spiel zu verlassen (sich auszuloggen) und zweitens besitzt er die Fähigkeit von Server zu Server zu springen und einen beliebigen Schauplatz seiner Wahl zu betreten, ohne die ihm dafür vorgeschriebenen Teleportationstore zu benutzen. Dies macht natürlich die Moderatoren des Spiels und auch einige andere Player auf ihn aufmerksam. Als Tsukasa kurz nachdem er erwacht ist, eine alte Truhe öffnet, erscheint ihm eine seltsame Kreatur, die keine feste Form zu besitzen scheint, und sich fortan an seine Seite stellt um ihn zu beschützen. Bei einer Konfrontation mit einem der „Scarlet Knights“, einer Gruppe von Rittern die praktisch die Polizei von „THE WORLD“ ist und den Moderatoren untersteht, tötet Tsukasas Wächter einen der Ritter, worauf der Junge von vielen Playern und den „Scarlet Knights“ selbst verfolgt wird, die nicht zuletzt auch hinter einem geheimnisvollen NON-Player in Form einer Katzengestalt suchen. Tsukasa, der die Gespräche mit anderen Playern zunächst meidet, gewinnt durch die Gespräche mit Bear und Mimiru, zwei Player die sich sehr für ihn einsetzen, Bruchteile seiner Erinnerung Stück für Stück zurück. Schon bald beginnt er sich zu fragen, was es eigentlich mit „THE WORLD“ auf sich hat, da er, je weiter er forscht, immer mehr dunkle Geheimnisse im Bezug auf das Spiel und sich selbst herausfindet. Und es bleibt am Schluss noch die Frage offen was es eigentlich mit diesem speziellen Objekt, dem „Key of Twilight“ auf sich hat, der eine Schlüsselrolle in dem ganzen Szenario zu spielen scheint?


Die Serie: Anime Serien die auf Rollenspielen basieren, gibt es ja mittlerweile oft genug. Eine Anime-Serie deren Inhalt sich jedoch selbst um ein großes RPG dreht , stellt wirklich etwas noch nie dagewesenes dar. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich das die Hack.//Reihe sich in Japan momentan großer Beliebtheit erfreut. Diese stellt übrigens ein kleineres Mammutprojekt dar. Es sind vier Spiele geplant (die ersten beiden sind zu diesem Zeitpunkt bereits in Japan erschienen), denen jeweils auch eine Folge der 4teiligen OVA „Hack Liminality“ beiliegen wird und für August ist eine dazugehörige Manga-Reihe (Comic) festgelegt worden. Die bisher 26 teilige TV-Serie stammt von BANDAI, einer recht erfolgreichen Spielefirma, der sich auch schon an vielen anderen Anime-Serien oder Videospielen beteiligt hat (Gundam Wing, DBZ ) Eingefleischten Anime-Fans wird das Chara-Design sofort ins Augenmerkt gefallen sein und äußerst bekannt vorkommen. Tatsächlich war niemand wenigeres als „Yoshiyuki Sadamoto“ (Neon Genesis Evangelion, Nadja- die Macht des Zaubersteins) daran beteiligt, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Selten wurden schönere Charaktere mit solch ausgefallenen Gewändern kreiiert, es ist eben alles wie es in einem richtigen Rollenspiel sein sollte. Die Schauplätze sind hierbei eine buten Mischung aus Mittelalterlichem Touch und der Antike, wobei manche von ihnen ziemlich düster wirken und andere wiederum knallbunt. Mit einer ähnliche Mischung kann auch der Soundtrack zu Hack Sign aufwarten. Von keltisch, französisch angehauchter- bis fernöstlicher Musik ist alles dabei. Die Instrumente kommen übrigens alle perfekt zur Geltung. Ob es sich nun um das agressive Spiel von spanischen Gittaren handelt, oder um einzelne Klaviersolos, die OST der Serie ist ein wahrer Ohrenschmauß für überzeugte RPG/Anime Anhänger. Die Animationqualität der TV-Serie liegt auf einem hohem Niveau, und auch die CG-Grafiken passen sich wunderbar in die gezeichneten Hintergründe mit ein. Man merkt sofort das eine Menge Geld in der Serie steckt , und das Kapital erfreulicherweise auch voll ausgeschöpft wurde. Hack Sign besitzt außerdem eine recht tiefgehende und komplexe Story, die locker mit anderen Animes aus der selben Sparte (Serial Experiments LAIN, NGE) mithalten kann, wenn nicht sogar noch mehr fesselt, denn dafür sorgt schon die hervorragende Hintergrundmusik. Die Serie liegt bisher ausschließlich in Japan auf 9 DVD´s vor. Zu erwähnen wäre auch noch das die ersten beiden OST´s der Hack Sign Musik inzwischen ebenfalls erschienen sind- Musikkenner greifen also schnell zu!


Meine Meinung: Diese Serie ist mit Abstand das beste was mir bisher untergekommen ist, und damit scherze ich nicht. Alles an ihr ist nahezu perfekt, vom stimmungsvollen Soundtrack bis hin zu den sympathischen Charakteren wurde ich auf der ganzen Linie zufriedengestellt. Der Schwerpunkt von Hack Sign liegt in der komplexe Story und der stark geprägte Charakterentwicklung unter den Spielern, die erst im Laufe der Serie richtig aufblüht. Jeder der Player hat seine eigenen Gründe warum er an dem Spiel teilnimmt, und alle streben ihren eigenen Zielen hinterher. Es ist einfach auch für den Zuschauer sehr interessant, wenn dieser etwas mehr über seinen Lieblingscharakter und dessen Vergangenheit erfährt (die meist alles andere als eine heile Welt gewesen ist). Die Serie bietet eine breite Palette von den unterschiedlichsten Charaktertypen, so das jeder auf Anhieb seinen ganz persönlichen Liebling finden wird. Ich rate den Zuschauern von Hack Sign, sich jedoch nicht so schnell eine Meinung über diverse Protagonisten der Serie zu bilden, da man erst im Laufe der Geschichte einen wirklichen Einblick in ihr Leben (sowohl im Spiel als auch in ihrer Realität) bekommt. Angenehm überrascht war ich von den Seiyuu (Sprechern), diese waren mir nämlich bis auf eine Ausnahme völlig unbekannt (wollt ihr es wissen? Ich glaube Tsukasa wird von Shinji Ikari aus NGE gesprochen, ist aber nur eine Theorie von mir!) und so hab ich auch gleich einigen neue Favouriten gefunden. Unglaublich das ich den Soundtrack dieses Animes schon wieder erwähnen muss, aber ich komme einfach nicht aus dem Schwärmen raus. Meine Beurteilung wäre übrigens nicht annäherend so gut über Hack Sign ausgefallen, wenn die stimmige Hintergrundmusik nicht gewesen wäre. Ständige Szenenwechsel zwischen den Charas sind Alltag bei der Serie, und sorgen teils nicht nur für unverständnis beim Zuschauer sondern auch für ein aufsteigendes Desinteresse, und das trotz interessanter Storyline. Die fantastische Musik (übrigens von keiner anderen als „Yuki Kajiura“ die auch schon für den Soundtrack der Anime Serie Noir verantwortlich war) hat einen großten Teil dazu beigetragen, das bei mir nach 4 Folgen nicht die Kopfschmerzen eingesetzt haben. Der größte, aber dafür auch einzig nennenswerte Nachteil der Serie, ist auch auch gleichzeitig verbunden mit der von mir gelobten Tiefgründigkeit der komplexität dieses Anime. Es ist wird auf jedes noch so kleine Detail geachtet, und darauf eingegangen, das dies zu einer langsame Vorranschreitung der eigentlichen Handlung führt. Der Zuschauer kriegt teilweise das Gefühl die Story kommt nur Schrittweise voran. Hack Sign ist auch wahrlich ein Anime für den man sich viel Zeit nehmen sollte. Jedenfalls genug um auch entsprechend viel Verständnisgabe an den Tag legen zu können. Meiner Meinung nach ist die Serie von Hack.// ein Meilenstein der Fantasy Welt, und auf ihre Art und Weise einzigartig. Für mich strahlt dieser Anime einen ganz besonderen Charme aus. (Laguna)


Titel: .hack//SIGN
Originaltitel: .hack//SIGN
Hersteller: Bandai, See-Saw, Bee Train
Lokalisation: Bandai
Basiert auf: Project .hack
Erscheint:
Erschienen (Japan)
Erschienen (USA)
Unbekannt (Europa)

   
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