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Zelda für Phillips CD-i
Die Hintergründe: Bei den Zelda CD-i Spielen handelt es sich nicht nur um besonders seltene, sondern auch gleichzeitig um die kuriosesten Zelda-Spiele überhaupt. Angefangen hatte eigentlich alles, als Nintendo nach einem Partner suchte, der das geplante CD-ROM Zusatzgerät für das damals vorherrschende SNES bauen sollte. Als mögliche Partner standen Sony und Phillips im Raum. Sony selbst stellte dann auch bald sein Konzepotgerät unter dem Namen PS-X vor (PS-X steht für Play Station Extension, wobei mit Play Station das SNES gemeint war). Kurioserweise entschied sich Nintendo dann doch für Phillips, welches schon einige technische Erfahrungen mit seinem eigenen Multimediagerät, dem Phillips CD-i gesammelt hatte. Das CD-i war damals wie z.B. auch Panasonics Konkurrenzproduk 3DO eines der ersten Multimedia-Geräte, sprich Geräte für alles: Musik, Film (im Fall vom CD-i mit eigenem Format auf CD, DVD gab's damals noch nicht) und dann auch noch ein wenig Spiel. Das Ende der ganzen Geschichte ist kurz erzählt. Sony war offensichtlich sauer und entschied sich dann halt selbst eine eigene Spielkonsole zu entwickeln, und zwar unter dem gleichen Namen wie zuvor: PSX. Während zuguterletzt Sonys PSX unter dem Namen PlayStation später einschlug wie eine Bombe und damit Nintendo noch sehr viel Ärger bescheren sollte, floppte Phillips CD-i wie eigentlich auch alle anderen Multimediageräte der damaligen Zeit. Und auch aus dem CD-ROM Untersatz für das SNES wurde am Ende nichts. Es sollte nie das Licht der Welt erblicken. Aber ironischerweise war es diese Partnerschaft mit Phillips die drei neue Zelda-Spiele hervorbrachte. Denn zu der Partnerschaft gehörte auch die Erlaubnis für Phillips eigene Spiele mit dem Namen Zelda und den dort vorhandenen Figuren selbst zu entwickeln. Selbst entwickeln bedeutete in diesem Fall, dass Nintendo an der Herstellung dieser Spiele nicht beteiligt war, und das sah man den Spielen auch an.


Der Zauberstab von Gamelon: Das Spiel Zelda: Der Zauberstab von Gamelon (Bild stammt von Zelda's Adventure etwas weiter unten) war eines von zwei Spielen, die gleichzeitig für das CD-i herausgekommen sind. Die Geschichte zum Spiel ist dabei schnell erzählt. Herzog Onkled, herrscher von Gamelon, ist in einer Notlage. Sein kleines Inselreich wird von Ganons Schergen angegriffen. Also sendet er einen Hilferuf an König Harkinian, dem König des Nachbarreiches. Dieser selgelte dann los und ward nie mehr gesehen. Harkinians Tochter Zelda war nun ganz alleine, und als sich ihr Vater nicht mehr meldete, schickte sie ihren Volkshelden Link ihrem Vater hinterher. Doch dann verschwand auch er und es war nun an Zelda sich persönlich der Sache anzunehmen und die beiden anderen zu retten. Zelda: Der Zauberstab von Gamelon ist vom Spielprinzip her eigentlich kein RPG oder Action-Adventure, sondern ein Jump'n Run Spiel wo man hier und da, quasi als RPG-Alibi, ein wenig mit den Menschen reden kann, was meist in der einen oder anderen Zwischensequenz endet.


Die Fratze des Bösen: Das Spiel Link: Die Fratze des Bösen ist das zweite Spiel im Bunde und quasi als Gegenstück zu Der Zauberstab von Gamelon zu verstehen. Das Spielprinzip ist eigentlich das gleiche und auch hier die Geschichte schnell erzählt. Ganon hat wieder zugeschlagen und das Land Koridai erobert. Alle Bewohner dieses Inselreiches werden in blutrünstige Krieger verwandelt. An Link ist es nun Ganon zu besiegen und das Land wieder zu befreien.


Zelda's Adventure: Dieses Spiel erschien etwas später als die beiden anderen und war auch von seinem Spielinhalt völlig unterschiedlich. Scheinbar hatte man aus den Fehlern bei der Ersetellung der letzten beiden Spiele gelernt und präsentiert nun ein Spiel aus der Vogelperspektive wie man es von Zelda kennt. Eine besonderheit gegenüber allen anderen Zelda-Spielen gibt es aber doch noch, denn dieses Spiel präsentierte sich als erstes und im Nachhinein auch als einziges mit echten Schauspielern. Auch die Grafiken an sich wurden versucht möglichst realistisch zu gestalten und sind hochauflösend. Zu der Story so viel: Für Hyrule ist eine dunkle Zeit angebrochen. Link, der eintige Held Hyrules, wurde von Ganon gekidnappt und wird irgendwo gefangengehalten. Zelda macht sich auf den Weg um Link wieder zu befreien. Um dies Ziel zu erreichen, muss sie aber die sieben himmlichen Zeichen finden. So macht sich Zelda auf nach Tolemac (Rückwärts für Camelot), einer Region im Südosten von Hyrule.


Meine Meinung: Bevor die eingefleischten Zelda-Fans unter euch nun nach eBay oder sonstwo hingehen und versuchen irgendwie an ein CD-i mitsamt Zelda-Spiele zu kommen, will ich hier sagen: Vergesst es! Es lohnt sich einfach nicht. Die ersten beiden Spiele sind einfach nur schlecht und so ziemlich eine Beleidigung für die Zelda-Serie. Das dritte Spiel kenn ich persönlich nicht. Ich habe nur gehört, dass es etwas besser ist als die anderen, aber ziemlich schwer. Nicht selten soll Zelda von allen Seiten attackiert werden, was meist mit ihrem Ableben endet. Ihr solltet auch nicht vergessen. Diese Spiel haben vielleicht den Namen Zelda, sind aber nicht mal von der Originalcrou erstellt worden, was den Qualitätsabfall eigentlich nicht verwunderlich macht.


Titel: Zelda: Der Zauberstab von Gamelon, Link: Die Fratze des Bösen, Zelda's Adventure
Originaltitel: Zelda: The Wand of Gamelon, Link: The Faces of Evil, Zelda's Adventure
Hersteller: Phillips
Lokalisation: Phillips (USA, Europa)
System: CD-i
Erscheint:
Unbekannt (Japan)
Erschienen (USA)
Erschienen (Europa)

   
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