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Zelda für Satellaview
Die Hintergründe: Die Zelda-Spiele für Bandais Satellaview sind wohl die seltensten Spiele seiner Art. Zur damaligen Zeit stelle das Bandai Satellaview, auch BS-X genannt, einen Untersatz für das SNES dar, mit dem man in der Lage war Spiele via Satelit zu bestimmten Zeiten runterzuladen und auf ein Spielmodul zu speichern, um sie dann eine begrenzte Zeit spielen zu können. Dieses System wurde seinerzeit nur in Japan eingeführt und floppte ziemlich. Dennoch sind einige hochinteressante Spiele daraus hervorgegangen, auch wenn von denen kaum eines jemals vollständig fertig wurde.


The Legend of Zelda: Diese Neuauflage vom Ur-Zelda (jap. Zelda no Densetsu) für das Bandai Satellaview, daher auch oft BS Zelda genannt, ist wohl das bekannteste Spiel für dieses System überhaupt. Im Prinzip entsprach es dem alten Zelda für das alte 8-bit NES, nur dass es diesmal einen fesches neues 16-bit Outfit verpasst bekam. Folglich war es ein Remake, dass sicher schon einige sehnsüchtig erwartet hatten. Das Spielprinzip war noch das gleiche. Ganon besaß das Triforce-Fragment der Macht und wollte damit die Welt erobern. Der Held musste nun durch diverse Labyrinthe gehen und die Splitter des Triforce-Fragmentes der Weisheit besorgen, um so Ganon paroli bieten zu können. Wie schon damals wurde auch hier das Spiel aus der Vogelperspektive gezeigt. Es wurden jedoch einige Umstrukturierungen vorgenommen. So befanden sich die Labyrinthe nun oftmals an anderen Stellen und waren auch oftmals etwas anders angeordnet. Die größte Besonderheit war aber sicher, dass nicht Link sondern das BS-X Maskottchen, ein kleiner Junge mit Baseballkappe, den Helden spielte. BS Zelda wurde zu einer Zeit über Satellit ausgestrahlt, als es noch gar nicht richtig fertig war. Jede Woche konnte man mit jeweils neuen Ausstrahlungen ein Stück mehr vom Spiel runterladen und so weiterspielen. Leider wurden die letzten Dungeons und Monster, und somit der Schluss des Spiels nie fertig gestellt, da das Satellaview-Projekt vorher eingestellt wurde. Somit ist dieses Remake für uns heute für immer verloren. Lediglich ein paar Kopien des Spiels schwirren heute noch irgendwo im Internet umher. Bei einigen wurde von Fans der Junge wieder durch Link ausgetauscht, bei anderen fehlende Dungeons ergänzt. Fertig ist das Spiel aber nirgendwo.


Ancient Stone Panel: Dies ist ein zweites aber nicht ganz so bekanntes Zelda-Spiel für das BS-X und trug in Japan den Namen Kodai no Sekiban, was ins Englische übersetzt soviel wie Ancient Stone Panel bedeutet. Ancient Stone Panel spielte quasi in der gleichen Welt wie A Link to the Past und besaß auch zu über 90% die gleichen Grafiken. Nur diesmal konnten Spieler gegeneinander im Spiel antreten. Anfangs konnte man sich aussuchen ob man eine männliche oder weibliche Rolle annehmen wollte. Danach ging es dann los. Eine Besonderheit im Spiel war das sogenannte Sound Link verfahren, womit die Gegner im Spiel in Echtzeit miteinander kommunizieren, sprich reden konnten.


A Link to the Past: Zu diesem Spiel, welches in Japan als Kamigami no Triforce bekannt ist, ist eigentlich nicht sonderlich viel zu sagen. Bei diesem Spiel handelte es sich quasi um eine 1:1 Kopie des Spiels für das gewöhnliche SNES. Somit können alle Infos zum Spiel auch in der A Link to the Past Sektion eingesehen werden.


Meine Meinung: Tja, was soll ich sagen? Das Satellaview war sicherlich eine interessante Sache, auch wenn es mir schon klar war, dass es zum Scheitern verurteilt war. Schade um das 16-bit Remake von The Legend of Zelda. Dieses hätte man ruhig nochmal als normales Remake auf Modul veröffentlichen können.


Titel: Zelda no Densetsu, Zelda no Densetsu: Kodai no Sekiban, Zelde no Densetsu: Kamigami no Triforce
Originaltitel: s.o.
Hersteller: Nintendo
Lokalisation: keine
System: Satellaview
Erscheint:
Erschienen (Japan)
Nie erschienen (USA)
Nie erschienen (Europa)

   
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