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Die Geschichte:
“Sayuki - Journy West” ist ein typisches Taktik-RPG mit dem gewissen Hauch des asiatischen Kontinents. Man begibt sich als buddhistischer Mönch oder Mönchin auf den Weg um ein Geschenk der großen Lady Kannon in ihren Tempel nach Indien zu bringen. Doch diese Aufgabe gestaltet sich später um einiges schwieriger als zuerst erwartet. Sayuki basiert auf einer der berühmtesten chinesischen historischen Romane, Xi You Ji oder auch Hsi Yu Chi (Die Reise nach Westen). In Japan lautet der Name der Novelle Saiyuki, sowie dieses Spiel hier auch. Protagonist des Romans ist Xiang Zuan, der eine Reise nach Westen nach Chang An (im heutigen Indien) unternimmt, um mit den buddistischen Schriftrollen zurück nach China zu gelangen. Nachdem er zurückgekehrt ist, erhält er vom Imperator den Titel Tripitaka. Einen Schwerpunkt setzt der Roman auch beim Affenkönig Sun Wo Gong, im Japanischen auch Son Goku genannt, der auf der Suche nach der Unsterblichkeit ist, und sich dabei mit allerlei Göttern und Dämonen herumschlägt.
Das Spiel:
Das Spiel bietet spielerisch einige Finessen, die ihresgleichen suchen. Die Grafik des Spiels ist eine der besten auf der psx, zumindest aus der Sparte der Taktik-RPGs. Die Effekte sind schön wenn auch unglaublich lang. Die Levels sind auch gut gestaltet und bieten ausreichend abwechslung. Das Kampfsystem ist rundenbasierend und man spielt dabei eine Party aus bis zu 6 Charakteren. Jeder einzelne einzigartig auf seine ganz spezielle Weise, denn alle Charaktere außer dem Hauptchar sind sogenannte „Weres“. Sie können sich also in Tiere verwandeln, was sie zu riesigen Kampfmaschinen mit mächtigen Fertigkeiten macht. Allerdings hält dieser Zustand nur für wenige Runden denn durch jede Aktion werden Punkte vom sogenannten „Were-Gauge“ abgezogen. Mächtigere Attacken verbrauchen selbstverständlich mehr Punkte als schwächere. Das Ausmaß des Gauges wird vom „Were-Level“ bestimmt welches durch spezielle Erfahrungspunkte nach jedem Kampf nach und nach steigt und den Werformen auch neue Attacken und zusätzliche Lebenspunkte verschafft. Ist der Gauge aufgebraucht verwandelt sich das Schwein, der Affe, der Drache, die Ogerin, der Schmetterling, das Wassermonster, der Skorpion oder der Stier in ihre Urform zurück. Es lässt sich auch manuell zurückverwandeln was es ermöglicht verschiedene Charaktere die Wandlung durchzumachen, es kann schließlich immer nur eine Person in Werform am Kampf teilnehmen, für die anderen ist der Befehl dann gesperrt. Auch wenn der Held keinerlei Verwandlungen durchmachen kann, verfügt er über mächtige Beschwörungen die nur er benutzen kann. Im Spielverlauf sammelt man diese beschwörungen in Form von „Guardians“ geschickt von Lady Kannon um dem Helden zur Seite zu stehen. Beschwört man nun einen Guardian im Kampf verbraucht er eine nicht unbeträchtliche Summe an Magiepunkten und verbleibt 3 Runden lang im Kampf er schwebt anmutig über dem Kopf des Helden und greift nicht direkt in den Kampf ein. Er gibt der gesamten Party allerdings verschiedene Boni, je näher am Held um so spürbarer werden sie, die so manches Gefecht umschwenken können. Insgesamt gibt es 5 Guardians alle mit unterschiedlichen Eigenschaften, so heilt der eine stetig die Lebenspunkte, der andere regenriert Mana und ein nächster erhöht die physische Kraft der Party. Der Effekt verfliegt natürlich nach den drei Runden, er kann allerdings erneut beschworen werden, falls erwünscht. Die Beschwörung wird begleitet von einigen netten Effekten wird aber auf Dauer wirklich lästig. Ich für meinen Teil sehe bei den Beschwörungen immer kurz Fern ^^. Dem Held werden durch die Guardians auch bestimmte Zauber zur Verfügung gestellt. Mächtige Attacken die den Gegner versteinern, für die eigenen Reihen gewinnen oder schwächen werden nett inszeniert auf die feindlichen Horden losgelassen. Auch dieses RPG bedient das Element-System, das langsam aber sicher ausgelutscht erscheint. Die Elemente Natur, Metall, Erde, Feuer und Wasser sind gegen ein spezielles anderes Element effektiv und gegen ein anderes nutzlos. Jeder Char verfügt genau wie jede einzelne Attacke sei es Zauber oder Were-Fähigkeit über sein eigenes Element. Zauber des gleichen Elements beherrscht er dementsprechend besser als Zauber des entgegengesetzten Elements. Zauber sind aber eher unnütz als wirklich zu gebrauchen, alleinig die Heilzauber erfüllen ihren Zweck... der Rest kann durch ein paar gepflegte Schläge mit der Waffe ersetzt werden. Ausnahmen sind die Sprüche die man kurz vor Ende des Spiels erhält. Jeder Charackter besitzt auch noch einen ganz speziellen Spruch der eher ein Skill ist, so kann ein Charakter eine Wolke herbeirufen, die ihn an einen beliebigen Platz auf dem Spielfeld bringt, der nächste kann 2 Gegner in einer Reiche angreifen o.Ä. Sprüche werden in Shops gekauft und wie Gegenstände ausgerüstet. Als sonstige Gegenstände lassen sich normale Ausrüstung wie Rüstung oder Accesories kaufen. Waffen werden nicht gekauft sonder verbessert, in einer Schmiede versteht sich. Dadurch erhalten sie nicht nur mehr Schaden sondern regenerieren beispielsweise pro Runde eine bestimmte Menge an Magiepunkten oder haben eine höhere Reichweite. Im Großen und Ganzen bringt das System zwar Spass bietet aber auch genügend Durststrecken in denen es einfach nur langweilig ist und die Kämpfe keine Herausforderung mehr bieten. Dann kommen aber schnell wieder die Moment in denen man sich denkt „Hey, nette Idee!“, so muss man in einem Kampf Schutzwälle gegen einen Sturm-beschwörenden Zauberer per Schalter aktivieren oder das Blut aus einem Tempel entfernen um ihn wieder zugänglich zu machen. Ansonsten bestehen die Kämpfe meist nur aus bloßem verdreschen ohne große Raffinesse. Wenn sich nun also unser Mönch ins Abenteuer stürzt schließen sich ihm bis zu 9 Gefährten auf seinem Weg an. Teilweise storybedingt, teilweise optional, denn der Spieler wird mehrmals vor die Wahl zwischen 2 Wegen gestellt, nimmt er den einen ist es ratsam den anderen danach doch noch zu erkunden, denn dort warten meistens noch Schätze oder Charakter auf ihre Entdeckung. Der Tempel den die Party ansteuert liegt in Indien doch die Reise beginnt in China, unseren Helden besteht also eine lange beschwerliche Reise bevor. Die Helden die man später trifft stammen größtenteils aus der chinesischen Sage des Affenkönigs. Man trifft also Son Goku, Sa Gojo und Konsorten. Son Goku beispielsweise befreit man aus einem verhexten Stein, während man Sa Gojo bei der Selbstfindung behilflich ist. 2 kleinen Mädchen will man eigentlich helfen ihren Werfluch los zu werden, dies misslingt und sie sind eigentlich sogar glücklich darüber. Einer Drachenprinzessin wiederum bietet die Party Unterschlupf vor ihrem besessenen Verehrer. Auf diese Art und Weise kommen wirklich witzige Dialoge zustande die das ganze Spiel auflockern und ständig ein Grinsen auf die Lippen zaubern.
Nach und nach werden die Hintergründe der einzelnen Chars immer deutlicher und als sich dann das wirkliche Ausmaß des Bösen offenbahrt, zeigt sich auch die Geschichte des Helden die viel enger umschlungen ist mit der Seite gegen die er kämpft, als er es je für möglich gehalten hätte.
Meine Meinung:
Was stört sind die ständigen Kämpfe gegen ein und dieselben Personen. Man bekämpft einen Bösewicht und in 5 Kämpfen kommt er wieder um Rache zu nehmen, das schlägt natürlich fehl bis er schließlich einige Stunden später wiederkommt um seine wahre Gestalt zu zeigen, was ihm natürlich auch nichts bringt. Überraschenderweise passiert das mit allen Bösewichten die man trifft... Nun ja für meine Begriffe reichlich antikreativ. Die Story bietet einige Wendungen und interessante Aspekte, allerdings wird nur wenig Wert auf das zwischenmenschliche gelegt und überhaupt scheint das Geschehen um einiges wichtiger als das Drumherum, also Charaktergespräche die nicht nur witzig sind sondern auch Gründe zeigen und vielleicht die Gedanken der Helden unterstreichen anstatt sie nur mal kurz anzuschneiden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Saiyuki - Journey West ein gutes Taktik-RPG mit kleinen Schwächen ist, die es zu einem Spiel machen, welches unbedingt von FFT, Bahamut Lagoon oder Legend of Kartia Fans gespielt werden sollte, es aber nicht an diese heranreichen lassen. (basi)
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| Titel: |
Saiyuki: Journey West |
| Originaltitel: |
Saiyuki |
| Hersteller: |
Toei |
| Lokalisation: |
Toei (USA) |
| System: |
Playstation |
Erscheint:
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Erschienen (Japan) Erschienen (USA) Nie erschienen (Europa) |
PS: Vielen Dank an
"basi", von dem dieser Bericht stammt. |
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