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Die Geschichte:
New York, Weihnachten 1997, die junge Polizeibeamtin Aya Brea will sich in der Carnegie Hall eine Oper ansehen als alle Anwesenden vor ihren Augen in Flammen aufgehen. Alle bis auf sie und der jungen Opernsängerin Melissa, die der Auslöser des ganzen zu sein scheint. Mit Parasite Eve versuchte Square Horror und RPG Spiele zu vermischen. Dabei basiert die grundlegende Geschichte über die rebellierenden Mitchodondrien auf einem in Japan populären Roman, dessen Hauptcharaktere aber völlig andere sind.
Das Spiel:
Parsite Eve unterscheidet sich beim Gameplay in einigen wesentlichen Punkten von den meisten anderen RPGs. Der augenscheinlichste ist dabei das völllige Fehlen von Shops, weshalb man Items entweder nach Kämpfen, oder durch öffenen von Kisten bekommen kann. In diesen finden sich dann auch nicht nur einfache Heiltränke sondern auch Waffen und Rüstungen wieder, welche durch Werkzeuge und Power Ups verbessert werden können. Ein weiterer großer Unterschied ist das "actionbetonte" Kampfsystem von PE. Zwar wird auch hier in einen extra Kampfbildschirm umgeschaltet, aber dort angekommen muss der Spieler den Angriffen der Gegner ausweichen während er darauf wartet das sich sein ATB-Balken aufgeladen hat und er seinen Kontrahenten angreifen kann. Sogar auf Zaubersprüche sogenannte „Parasite Powers" muss der Spieler dank Ayas übernatürlichen Fähigekeiten nicht verzichten. Diese, überwiegenden defensiven Sprüche, werden im Laufe des Spiels von selbst erlernt und verbrauchen MP, welche sich im Kampf selbstständig regenerieren. Auf graphischer Seite ist PE eine äußerst zwielichtige Angelegenheit. Auf der einen Seite stehen die wunderschönen und atemberaubenden FMVs die auch heute noch Top sind, während die In-Game Grafik mit überwiegend trostlosen Hintergründen und den äußerst eckigen Protagonisten nicht an Capcoms Resident Evil Reihe heranreicht und wie eine alpha Version von FFVIII wirkt. Auch der Sound fällt unter nicht erwähnenswert und ist im Vergleich zu anderen Square Produkten eine Enttäuschung.
Meine Meinung:
Squares "Cinematic RPG" leidet unter einigen schwerwiegenden Design Patzern. Die hohe Anzahl an Kämpfen kombiniert mit ständigem ausweichen, trotzdem getroffen werden, heilen Prinzip führte bei mir nach kurzer Zeit zu extremer langeweile. Auch die Locations wirkten oftmals langweilig (Ui, ein Krankenhaus) und leblos. Außerdem stellen sie keinen Vergleich zu den morbiden Renderings der RE Teile dar, was durch das völligen Fehlen von Schockeffekten (wie auch bei rundenbasierten Kämpfen) keinerlei Atmosphäre aufkommen lässt. Dabei ist die Geschichte eigentlich ganz gut, aber leider fehlt es ausnahmslos allen Charakteren an Charisma und Tiefe. PE ist eines dieser Spiele bei dem auf jede gute Idee mindestens eine schlechte kommt und das weder den Rollenspieler (10 Stunden Spielzeit!) noch den Horror Freund (keine Schockeffekte) zufriedenstellen kann.
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| Titel: |
Parasite Eve |
| Originaltitel: |
Parasite Eve |
| Hersteller: |
Squaresoft |
| Lokalisation: |
Squaresoft (Playstation • USA) |
| System: |
Playstation |
Erscheint:
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Erschienen (Japan) Erschnienen (USA) Nicht erschienen (Europa) |
PS: Vielen Dank an
"olrpgfan", von dem ich dieses Review dazu erhalten habe. Das Fazit dazu stammt ebenfalls von ihm. |
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