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Final Fantasy IX
Luftschiff über Alexandria
Die Geschichte: Die Welt Gaia besteht aus vier mächtigen Nationen. Eines die Reiche ist das Land Lindblum, geführt vom friedvollen Regenten Cid. In diesem Reich lebt Zidane, ein Abenteurer und Hauptheld der Geschichte, der sich seinen Lebensunterhalt zusammen mit den Mitgliedern der Theatergruppe Tantalus mit kleinen Gaunereien verdient. Doch eines Tages beginnt die Königin des Nachbarlandes Alexandria die umliegenden Dörfer anzugreifen. Cid fasst einen Entschluß und heuert Tantalus an, um die Garnet, die Prinzessin von Alexandria zu entführen, in der Hoffnung sie in Sicherheit zu bringen und so etwas über die Pläne der Königin zu erfahren. Prinzessin Garnet erkennt jedoch daß mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt und so schließt sie sich, zusammen mit ihrem treuen Leibwächter Steiner, freiwillig Zidane's Truppe an. Als Reaktion darauf schickt die Königin der Gruppe ihre Armee schwarzer Magier hinterher. Die die Zidane und seine Freunde finden unerwartet Hilfe in Vivi, einem unschuldigen schwarzen Magier der zufällig zwischen die Fronten geraten ist.


Schwarzmagier Vivi
Das Spiel: Im Gegensatz zu Final Fantasy VII oder VIII spielt Final Fantasy IX wieder in einer mittelalterlichen Fantasywelt mit Zauberern, Drachen und verborgenen Schätzen. Damit wurden insbesondere den Wünschen der Fans des alten Final Fantasy Stils entsprochen. Das neue Kampfsystem kann am ehesten mit dem von Final Fantasy VI verglichen werden. Eine Kampftruppe besteht aus bis zu vier Personen und Ihr werdet wieder in der Lage sein diese Personen in eine vordere bzw. eine hintere Reihe zu platzieren, abhängig von den Waffen und Fähigkeiten, die diese Person besitzt. Eine neue Option, genannt der "Trance Mode", ersetzt die allseitsbekannten Limit-Breaks. Erhält ein Charakter eine bestimmte Menge an Schaden, kann er in "Trance" geraten und so spezielle Fähigkeiten einsetzen. Jeder Charakter erhält ganz spezielle auf ihn abgestimmte Fähigkeiten. So besitzt Zidane z.B. das Kommando 'Stehlen' , da er ein Dieb ist. Magien werden wie vor Final Fantasy VIII eingesetzt. Es gibt also wieder MP, die man dafür braucht.

Rüstungen und Gegenstände werden auch wieder wie in älteren Final Fantasy Spielen gehandhabt. Wer also eine bestimmte Rüstung oder Waffe tragen kann, hängt nicht von der Person, sondern von der Charakterklasse ab. So können z.B. Diebe und Krieger leichte Rüstungen tragen, wärend Ritter schwere Rüstungen tragen können. Viele dieser Gegenstände besitzen zudem auch noch spezielle Fähigkeiten, die sich offenbaren wenn die Gegenstände von einer bestimmten Charakterklasse eingesetzt werden. So ist z.B. Vivi in der Lage mit seinem Zauberstab die Zaubersprühe 'Osmosis' und 'Feuer' im Kampf einzusetzen. Jeder der Zaubersprüche besitzt einen speziellen Aktionsbalken. Ist dieser voll kann der Charkter die Zaubersprüche von nun auch so einsetzen, ohne den Gegenstand gebrauchen zu müssen. Auf diese Weise können mit der Zeit von Gegenständen die Fähigkeiten auch dauerhaft gelernt werden.

Von den Fähigkeiten gibt es zwei verschiedene Typen. Aktions-Fähigkeiten und Status-Fähigkeiten. Aktions-Fähigkeiten werden z.B. wie das Zaubern oder das Stehlen im Kampf eingesetzt. Status-Fähigkeiten erhöhen bestimmte Statuswerte oder erhöhen die Wiederstandskraft gegenüber bestimmten Statusveränderungen. Eine weitere Besonderheit des Spieles ist es die Party aufteilen und somit verschiedene Orte simultan aufsuchen zu können. Währen Ihr in der Welt herumwandert, weisen Euch an verschiedenen Stellen Fragezeichen bzw. Ausrufezeichen auf Schätze oder Geheimgänge hin.

Wieder mit dabei: die Summons, die in diesem Spiel erstmals seit Langem wieder eine ganz besondere Rolle zugespielt bekommen haben. Doch Vorsicht! Nicht nur Ihr sondern auch Eure Gegner können die Summon-Monster, die diesmal „Eidolons“ genannt werden, einsetzen, mit teilweise verherenden Folgen. Eine besonderheit der Eidolons sind dass es für sie erstmals zwei Beschwörungssequenzen gibt, eine kurze und eine Lange. Die lange Beschwörungssequenz zieht dabei den Gegnern mehr Energie ab als die kurze, so dass die Sache auch Spieltechnisch eine Bedeutung hat.

Eine ganz besondere Neuerung sind die sogenannten Active Time Events, kurz ATE genannt. Diese tauchen regelmäßig im Spiel in verschiedensten Situationen auf und bitten darum gesehen zu werden. Geht Ihr diesem Angebot nach seht Ihr automatisch Handlungen die parallel zu dem was Ihr gerade tut ablaufen. Es gibt dabei insgesamt zwei Arten ATE's: die blauen, die gesehen werden können und die grauen die geshenen werden müssen. Ein ATE ist dabei mehr als nur eine Spielerei. So gelten einige parallele Handlungen als nie abgelaufen wenn man sie sich nicht ansieht, mit der Folge das z.B. ein Schatz, der im ATE entwendet wird, dann noch da ist oder ein Gegenstand eben nicht da ist, da er nur in einem ATE von einer Person abgelegt wird.

Die Grafiken wirken jetzt sogar noch lebendiger. Waren die Hintergründe in Final Fantasy VIII noch recht statisch, sind sie jetzt teilweise in Bewegung. So kräuselt sich das Wasser und die Fahnen wehen im Wind. Natürlich wird das Ganze wieder mit opulenten Filmsequenzen garniert. Auch für die Musik hat man sich wieder etwas einfallen. Wie schon in Final Fantasy VIII gibts es auch in Final Fantasy IX ein ganz besonderes Lied das von einer bekannten Interpretin gesungen wird. Der Name der Songs ist diesmal "Melodies of Life" und wird von der in Japan berühmten Sängerin Emiko Shiratori gesungen, die schon damals die Lieder für die Olympischen Spiele 1972 in Sapporo und 1998 in Nagano gesungen hat.


Meine Meinung: Final Fantasy IX ist nun also das letzte Final Fantasy Spiel für die PlayStation. Wo soll ich aber anfagen? Nun, lasst uns erst mit den positiven Aspekten beginnen. Mit Final Fantasy ist Square wieder einmal ein mächtiges Spektakel gelungen. Es hat dabei alles was schon Final Fantasy VII und VIII hatte, nur besser. Die Abkehr vom futuristischen Stil mag vielleicht einigen von Euch etwas komisch vorkommen, doch mich der die Serie schon seit langem kennt, bin froh wieder einmal ein Spiel der alten Schule zu sehen. Schon wenn man das Spiel beginnt geht es in den ersten Stunden richtig zur Sache. So viel Witz und Tempo auf einem Haufen habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Erlich gesagt konnte ich mich am Anfang vor lauter lachen kaum halten. Da möchte man nur noch weiterspielen. Im weiteren Verlauf wird man auch immer wieder mit effektvollen Zwischensequenzen verwöhnt. Doch nicht nur die Aufmachung, sondern auch das Spielsystem kann sich sehen lassen. Das System, bei dem bestimmte Charaktere von bestimmten Gegenständen Magien lernen kann, ist meiner Meinung nach eines der besten Systeme überhaupt. Auch finde ich es wieder gut dass man in den Kämpfen wieder eine vordere und hintere Kampfreihe hat. Der Schwierigkeitsgrad ist fast überall perfekt ausbalanciert und das Spiel ist nie zu schwer oder all zu leicht. Ein weiterer Pluspunkt sind sicherlich auch wieder die vielen Nebenaufgaben, die einem das Spiel versüßen. Insbesonders das buddeln nach Schätzen mit dem Chocobo hat es mir angetan.

Soviel zu den positiven Punkten, nun zu den negativen. Mag das Spiel auch noch so gut sein, es hat seine Schwächen. Die Story ist keinesfalls perfekt. Natürlich ist sie nicht schlecht und hat auch, wie bei Final Fantasy üblich, ihre obligatorische Überraschung, und natürlich ist sie auch perfekt insziniert. Doch an vielen Stellen, insbesonders in der späteren Mitte des Spiels, wird sie meiner Meinung nach einfach nicht schnell genug vorangetrieben. Das sorgt dafür dass das anfängliche Spieltempo gegen Ende hin zusehens langsamer wird. Am Schluss wird die Story sogar recht abstrackt und stellenweise unverständlich. Ein Mako dass nicht hätte sein müssen, hätte man in die Geschichte nur ein paar Sätze mehr eingebaut. So kommen einige wichtige Storyelemente wie die vier Edelsteine einfach nicht richtig zur Geltung oder werden nur mal so nebenbei abgehandelt. Desweiteren habe ich auch so meine Problemchen mit der Verteilung der Orte auf der Landkarte. Die Welt besteht aus vier Kontinenten. Davon sind aber gleich zwei fast menschenleer. Nicht dass das dem Abluaf der Geschichte jetzt massiv schaden würde. Nur wirkt das Ganze ein wenig merkwürdig, und am Schluss ist der eine oder andere vielleicht sogar etwas enttäuscht, weil er sich mehr von den Kontinenten erhofft hatte. Wie dem aber auch sei, mit Final Fantasy IX ist Square dennoch ein absolut harvorragendes Rollenspiel gelungen das nicht nur die schon erwähnten Spiele Final Fantasy VII und VIII in den Schatten stellt, sondern auch fast alle anderen Folgen der Final Fantasy Reihe. Es reicht zwar nicht um in meiner Gunst Final Fantasy VI vom Thron zu stoßen, doch ein zweiter Platz ist ja auch nicht schlecht. Besser als seine letzten Vorgänger ist das Spiel allemal, und wer weiss von welchen Höhen und Qualitätsstufen wir hier beim siebten und achten Teil der Serie sprechen, kann sich ja vorstellen was er vom neunten Teil zu erwarten hat.


Titel: Final Fantasy IX
Originaltitel: Final Fantasy IX
Hersteller: Square
Lokalisation: Square Soft, Square Electronic Arts (USA), Square Europe, Square Electronic Arts (Europa)
System: PlayStation
Erscheint: Erschienen (Japan)
Erschienen (USA)
Erschienen (Europa)

   
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