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Die Geschichte:
Seit ewigen Zeiten gibt es sie schon, die vier Kristalle. Sie stehen für die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft, und man sagt sie seien die Quelle jeglichen Lebens auf Erden. Alles könnte so friedlich sein, wenn da nicht diese gewisse Unruhe wäre. Der Kristall des Windes ruft und der König von Tycoon, verantwortlich für den Windkristall muss diesem Ruf folgen, denn etwas schreckliches bahnt sich an. Doch auch andere spüren die Gefahr, die sich langsam über die gesamte Welt senkt. Der Abenteurer Bartz, die Prinzessin Reina, die Piratenbraut Faris und Galuf, der alte Mann ohne Erinnerungen versuchen dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Doch auch sie können nicht verhindern, dass die schlimmsten Befürchtungen mehr und mehr zur Wirklichkeit werden. Schon zerspringt der Kristall des Windes in lauter Splitter und die Kraft des Windes geht verloren. Sie können ja auch nicht ahnen, daß ein Zauberer die Ursache für alles ist. Ein Zauberer, auf der Suche nach der mächtigten Kraft des Universums. Der Leere, dem Nichts, dem Chaos... der geheimnisvollen Kraft "Mu". Die Jagt nach den restlichen Kristallen beginnt.
Das Spiel:
Lange Zeit sollte der fünfte Teil des Final Fantasy Saga außerhalb Japans unbekannt bleiben. Nachdem das Spiel in Japan für das Super Famicom (der dortige Name für das Super Nintendo) erschien, war eigentlich bereits ein Erscheinungstermin geplant, der dann letztenendes aber wieder abgesagt wurde. Mehr zu diesem Thema aber am Schluss. Widmen wir uns erstmal dem Spiel. In großen Teilen erinnert Final Fantasy V an das damalige Final Fantasy III auf dem NES. Das liegt sicher zu großen Teilen am Job-System aus Final Fantasy III, das auch hier wieder seinen Einsatz findet und nochmal gehörig aufgemotzt wurde. Job können durch das Finden von Splittern, der in der Story bereits erwähnten Kristalle erlernt werden. So könnt ihr selbst bestimmen ob euer Charakter ein Krieger, ein Kampfmönch, ein Magier (schwarz, weiß, rot oder blau), ein Summoner, Jäger, Tänzer oder etwas anderes werden soll. Mit den einzelnen Jobs kommen und gehen gewisse Fähigkeiten, Statuswerte, sowie die Möglichkeit bestimmte Rüstungen und Waffen zu tragen. So kann ein Dieb z.B. die Gegner beklauen, ein Weißmagier Heilmagien und ein Schwarzmagier entsprechend Kampfmagien einsetzen. Die Fähigkeiten können dabei grob in zwei Gruppen eingeteilt werden: aktive und passive Fähigkeiten. Passive Fähigkeiten wie z.B. das doppelt schnelle Laufen, das Tragen von zwei Waffen gleichzeitig und das Sehen von Geheimräumen wirken sich automatisch überall, aktive Fähigkeiten in Form neuer Kommandos aus, die man erhält. Sobald man einen Job gewählt hat bekommt man nach den Kämpfen neben Erfahrungspunkten auch neue Jobpunkte. Diese sind wichtig, da man nur so bei den einzelnen Jobs einen sogenannten Job-Level aufsteigen kann. Mit jedem neuen Job-Level erlernt man neue passive oder aktive Fähigkeiten. Aber nicht nur das, einige der Fähigkeiten können sogar dauerhaft erlernt und als eine Art ZWeitfähigkeit parallel zur normalen Fähigkeit des momentanen Jobs verwendet werden. Dies ist insbesondere deshalb so bemerkenswert, da man auf diese Weise die Fähigkeiten diverser Jobs mischen kann. So kann man schonmal einen Helden erst zum Weißmagier machen, bis er die erste Gruppe weißer Magien dauerhaft erlernt hat. Dann macht man ihn zum Kämpfer und schon hat man eine Person die mit dem Schwert umgehen und zudem noch heilen kann. Dabei wurde auf eine weitere Verkomplizierung und Beschränkungen, wie es sie noch bei Final Fantasy III gab, verzichtet. Insgesamt stehen euch neben der Nicht-Job Klasse 22 Jobs (21 offizielle + 1 geheimer) zu Verfügung, wodurch sich natürlich eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten ergeben.
Meine Meinung:
Es ist schon interessant auf welch abenteuerliche Weise ein Spiel erst überhaupt nicht, und dann nach vielen Jahren dann sogar noch in Europa erscheinen kann. Aber nunja, besser spät als nie. Final Fantasy V betrachte ich mit einem großen lachenden und einem kleinen weinenden Auge. Das große lachende Auge sicherlich deshalb, weil Final Fantasy V als das betrachtet werden kann was man die Essenz von Final Fantasy, oder vom heutigen Standpunkt ausgesehen als die Essenz des alten Final Fantasy nennen könnte. Dies bezieht sich zumindest auf die Aufmachung sprich Musik, die vielen Klassen, sowie die typische Geschichte um die vier Kristalle. Hier ist einfach alles vertreten was das Herz begehrt, sogar die Moogles sind neben den obligatorischen Chocobos mit dabei. Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es dennoch. Die Story ist, so liebevoll sie auch erzählt sein mag im Kern recht flach, der Bösewicht so leer und hohl wie die Leere die er heraufbeschwören will. Aber dies wird einen echten Final Fantasy Fan sicherlich nicht stören, mich hat es letztendlich am Ende auch nicht mehr gestört. Ein letzter Kritikpunkt noch zur Übersetzung. Es ist nämlich schon etwas merkwürdig, dass nach so langer Zeit die man ja nun hatte keine bessere Übersetzung zustande gebracht wurde. Da wird Exdeath als X-Death übersetzt und die Cleft of Dimensions mutiert zur N-Zone. Da hat man auf einmal das Gefühl einen Marvel Comic vor sich zu haben. Und wieso heißt Butz auf einmal nun Bartz? Ganz besonders peinlich wird die Sache dann auch noch wenn man zum vergleich mal die inoffizielle Übersetzung von RPGe heranzieht, die um einiges besser ist als die offizielle. Nun gut, man kann sicherlich behaupten, dass sich RPGe auch viel mehr Zeit mit der Übersetzung alleine nehmen konnte... trotzdem.
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| Titel: |
Final Fantasy V |
| Originaltitel: |
Final Fantasy V |
| Hersteller: |
Square |
| Lokalisation: |
Square Soft, Square Electronic Arts (USA) Square Europe, Square Electronic Arts (Europa) |
| System: |
Super Nintendo, PlayStation |
Erscheint: (SNES) |
Erschienen (Japan) Nie erschienen (USA) Nie erschienen (Europa) |
Erscheint: (PSX) |
Erschienen (Japan) Erschienen (USA)* Erschienen (Europa)** |
*Als Bestandteil von Final Fantasy Anthology **Als Bestandteil von Final Fantasy Anthology • European Edition |
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