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Die Geschichte:
Es ist soweit, das große Blitzball-Turnier in Zarnakand steht an, und jemand der besonders auf das Spiel gespannt ist, ist Tidus. Er ist der Star der Zarnakand Abes, und alle blicken vertrauensvoll auf sein Spiel. Doch dieses Spiel sollte zum Auftakt eine Tragödie werden, als Zarnakand urplötzlich von einer unbekannten Macht angegriffen und nach und nach zerstört wird. Panik bricht aus und Tidus findet sich auf der Straße wieder, wo er auf seinen alten Freund Auron trifft. Während sich beide durch das Getümmel schlagen, erfährt Tidus von Auron, dass die geheimnisvolle Macht Sin genannt wird. Doch dieses Wissen nützt ihm nicht viel, als Tidus plötzlich von einem mächtigen Strudel erfasst und mitgerissen wird. Er erwacht im Wasser auf einer ihm völlig fremden Welt. Doch damit beginnt erst der Ärger und ist Auftakt zu Tidus größstem Abenteuer.
Das Spiel:
Mit Final Fantasy X feiert die Final Fantasy Reihe erstmals ihr Debüt auf der PlayStation 2. Nicht verwunderlich wenn da die Anforderungen und Erwartungen sehr hoch sind, ist es unter Anderem ja auch eine Art Jubiläum in der Final Fantasy Serie. Bei Final Fantasy X wird erstmals völlig auf 3D-Grafik gebaut. 2D-Hintergrüne wie noch im neuten Teil gibt es nicht mehr. Auch auf eine Oberwelt wurde verzichtet. Zwar wird an einigen Stellen immer noch eine Karte eingeblendet, das aber dient eigentlich nur dazu um zu zeigen dass die Orte dann doch noch etwas Entfernung voneinander haben, denn ansonsten geht man ähnlich wie bei Spielen wie Zelda für das Nintendo 64 direkt von einer Ortschaft zurnächsten. Dadurch wird das Spiel auch recht linear, da man im Prinzip lediglich ein Ort nach dem anderen abgeht. Um davon abzulenken wurden die Ortschaften aber nach bestem Wissen und Gewissen dekoriert. Die Wege sind meißt verschlungen und voller optischer Spielereien. Führt ein Weg mal unter einem Wasserfall hindurch wird man mit völlig relialistisch aussehendem Wasser verwöhnt. Aber nicht nur optisch, sondern auch akustisch wird sehr zur Atmosphäre beigetragen. Besagte Wasserfälle rauschen schon aus der Ferne. Nähert man sich ihnen wird die Lautstärke stufenlos höher geregelt. Das ist akutische natürlich längst noch nicht alles. Überall hört man Vögel zwitschern, den Wind über die Steppe wehen die unterschiedlichen Geräusche beim Laufen über verschiedene Böden und natürlich dutzende von Wassergeräusche, denn die Welt Spira, in der die Handlung spielt, ist eine Welt voller Wasser. Das soll natürlich nicht heißen dass es nicht auch andere Landschaften gibt. Wie gewohnt führt einen der Weg von Küsten vorbei durch Wüsten, Wälder, Jungel oder über Berge. Grafisch gesehen macht Final Fantasy dabei immer noch eine gewohnt gute Figur, die durch die PlayStation 2 natürlich besser denn je erscheint. Die meißten Hintergründe sind malerisch und gehen nahtlos von Vordergrund zu Hintergrund über. Das Wasser, eine besondere Herausforderung für jeden Grafiker ist sehr realistisch. Auch an die entsprechende Beleuchtung wurde gedacht. So sehen z.B. in düsteren Höhlen auch die Charaktere etwas dunkler aus als sonst. Der Übergang von Echtgrafik zu Filmgrafik ist nun fast gar nicht mehr zu erkennen. Man würde ihn vielleicht überhaupt nicht mehr erkennen können, währen die Personen nicht dann doch noch ein Stückchen detailierter dargestellt und ihre Haut etwas bleich, ein Effekt der kurioserweise nur in den Filmen auftritt. Natürlich wurde auch wieder an die passende Musikuntermalung gedacht. Von leichten Harfenklängen bis hin zu harten Klängen ist so ziemlich alles vertreten was der Bereich Musik so hergibt. Auch hier hier hat sich Mastermind und Dauerkomponist Nobuo Uematso so seine Gedanken zum Thema
gemacht. So gibt es wie schon auch in den beiden Vorgängerspielen irgendwo ein Stück das von einem japanischem Star, diesmal die Sängering Rikki, gesungen wird, und ein anderes Stück, welches sich wie ein roter Faden und in vielen Variationen durch das Spiel zieht. Beim Thema Musikrichtung hat sich Uematsu übrigens diesmal etwas mehr Spielraum gelassen, so kann man auch schonmal ein Rock-Stück hören, eigentlich ungewohnt für ein Final Fantasy Spiel.
Ein einen großer Schwerpunkt im Spiel liegt natürlich wieder einmal in der Story. Die Welt von Spira ist vor allem zweierlei, eine Welt mit viel Wasser und eine Welt ohne Fortschritt. Seitdem vor 1000 Jahren die mysteriöse Kraft namens Sin das erste Mal die Städte attackiert und zerstört hat, und seitdem überall erscheint und die Orte vernichtet, die einen bestimmten Zivilisationgrad erreicht haben, ist der Einsatz von jeglicher Technik, der sogenannten Machina, verboten. Genau in diese Welt platzt der aus der Machina-Stadt stammende Tidus herein. Wenn man das Spiel nun spielt und der Geschichte lauscht wird einem sofort eine Neuerung auffallen, die es bis dahin noch in keinem Final Fantasy Spiel gab: Sprachausgabe. Ja, ihr habt richtig gelesen, die Charaktere sprechen. Im Prinzip wurden so ziemlich alle wichtigeren Gespräche vertont. Nur die weniger wichtigen Gespräche sind stumm geblieben. Die Gespräche, zumindest im japanischen Original, sind dabei absolut lippensynchron. Etwas abweichen tut dabei die englische Sprachausgabe, die in der amerikanischen und letztendlich auch in allen europäischen Versionen verwendet wird. Hier geht die Lippensynchronität natürlich weitgehend verloren, auch wenn man stellenweise, inbesonders bei Großdarstellungen, die Spielgrafiken nachbearbeitet und den Stimmen angepasst hat.
Das Kampfsystem hat sich auf dem ersten Blick nicht sonderlich geändert, auf dem zweiten Blick findet man jedoch viele Neuerungen. Erstmals seit Langem wurde beim Kampfsystem auf das Semi-Echtzeit ATB-System. An seine Stelle tritt das neue CTB-System, das prinzipiell wie aus Urzeiten wieder rundenbasierend ist. Natürlich ist es nicht mit einem normalen rundenbasierendem Kampfsystem zu vergleichen. Die einzelnen Kampfzüge werden hintereinanderweg ausgetragen. In einem kleinen Fenster oben rechts kann man jederzeit sehen wer wann und nach vielen Zügen an die Reihe kommt. Das gilt sowohl für Freund als auch für Feind. So kann man in Ruhe im Vorraus seine Taktik planen. Es gibt sogar Spezialangriffe die dafür sorgen dass der entsprechende Gegner ein paar Züge nach hinten gestoßen wird und so länger warten muss bis er wieder rankommt. Wie schon im siebten und achten Teil von Final Fantasy gibt es auch hier keine Vorder- und Hinterreihen mehr und nur drei Personen können auf dem Kampfplatz gleichzeitig teilnehmen. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied zu früher. Während ihr bei alten Folgen mit den vorher gewählten Charakteren den Kampf auch bestehen musstet, könnt ihr hier nun die Charaktere mitten im Kampf munter wechseln. So könnt ihr auch noch nachher im Kampf einen Krieger gegen einen Magier oder einen geschwächten Charakter gegen einen frischen eintauschen. Das Wechseln ist im übrigens auch bitter notwendig, da nur Charaktere die aktiv am Kampf teilnehmen auch dafür mit den notwendigen AP belohnt werden. In der Praxis ist das Austauschen aber nur selten ein Problem, da die Charaktere eh fast immer wieder ausgetauscht werden müssen. So hat man penibel darauf geachtet jedem Charakter eine bestimmte Fähigkeit zu geben, die ihn unverzichtbar macht. So haben einige Gegner einen sehr harten Panzer, der nur mit ganz bestimmten Waffen durchdrungen werden kann, die natürlich nur eine bestimmte Person tragen kann. Ein Anderer ist hingegen dann besonders gut wenn es darum geht sehr flinke Gegner zu treffen, wieder ein Anderer ist auf fliegende Gegner spezialisiert. Wieder mit von der Partie sind auch die Limit-Breaks die nun Overdrive bzw. in der deutschen Version Ekstase genannt werden. Das System wurde sogar erweitert. Konnte man früher nur nach einer bestimmten Anzahl an Treffern, die einem die Gegner zugefügt haben, eine Limit-Technik ausführen, lernt man diesmal im Spiel nach und nach auch den Limit-Balken durch Treffern an Gegnern, Siegen oder anderen Dingen ansteigen zu lassen. Ein unverzichtbarer Teil in den Kämpfen sind natürlich auch wieder die Summon-Monster, die in diesem Fall Aeons genannt werden. Auch die Aeons haben einiges dazu gelernt. Anstatt einfach einmal kurz zu erscheinen, alle Gegner anzugreifen, und dann wieder zu verschwinden, bleiben die Summons in Final Fantasy X diesmal auf dem Spielfeld, während die eigentliche Party das Kampffeld verlässt. Ein solch gerufenes Summon kann von Yuna, der einzigen Summonerin im Spiel und quasi das weibliche Gegenstück zu Tidus, Befehle erhalten. Ihr könnt einem Aeon sagen dass es angreifen soll, Magie einsetzen soll, sich Schützen soll, wieder gehen soll und vieles mehr. Aeons können im Lauf des Spieles sogar aufgewertet werden und so neue Fähigkeiten erhalten. Wie die Charaktere haben auch die Aeons ihre eigenen Limit-Techniken. Ist ihr Limit-Balken voll können sie das vollen Ausmaß ihrer Kraft demonstrieren, was nichts anderes bedeutet, dass sie die Techniken einsetzen, die man aus früheren Final Fantasy Spielen von ihnen kennt. Was ansonsten zu den Kämpfen noch zu sagen wäre ist vielleicht die Tatsache dass die Kämpfe generell nun viel taktischer sind als früher, und auch viel abwechslungsreicher. So gibt es zumindest bei Bosskämpfen was immer für den einzelnen Kampf besondere Umstände die man ausnutzen kann wie man will. So kann man manchmal mit dem Gegner reden wenn man will und ihn so irritieren, oder man kann einen sich auf dem Kampffeld befindenen Gegenstand benutzen und versuchen ihn einzusetzen. Alles in allem ist auch in den Kämpfen immer etwas Grips gefragt.
Völlig neu und noch nie dagewesen ist das neue Aufwertungssystem für die Charaktere. Gab es früher noch Auflevelungen nach einer bestimmten Anzahl von Erfahrungspunkten, die man erreicht hat, werden nach den Kämpfen nun nicht mehr EXP sondern AP vergeben und werden die Charaktere auch nicht mehr automatisch sondern über das sogenannte Sphere Grid, im Deutschen Sphärobrett, aufgewertet, welches einem dafür zur Verfügung gestellt wird. Das Sphere Grid ist quasi eine Art Spielwiese mit sich kreuzenden Wegen und Pfaden und vielen Feldern über die man gehen kann. Das bedeutet, man kann nicht sofort entlanggehen, sondern braucht dafür soetwas wie Wegpunkte, die man dafür opfern muss. Ein Schritt in eine unbekannte Region kostet einen Wegpunkt, während man für diesen Punkt auf bereits begangenen Wegen gleich vier Schritte machen kann. Wegpunkte bekommt man nach den Kämpfen, aber nur wenn man dafür eine geforderte Anzahl an AP gesammelt hat. Etwas was man oftmals ebenfalls nach den Kämpfen erhält sind die sogenannten Spheres. Es gibt eine Reihe verschiedener Spheres. Sie alle dienen dazu für den entsprechenden Charakter bestimmte Felder auf dem Sphere Grid zu aktivieren. Man kann dabei immer das Feld aktivieren auf dem man gerade steht, sowie alle direkt daran angrenzenden Felder. Je nachdem welches Symbol auf dem Feld steht, muss man einen anderen Sphere Typ anwenden, und je nach Symbol wird bei einer Person auch die Lebensenergie, Kraft, Geschwindigkeit oder ähnliches erhöht bzw. lernt man eine neue Technik dazu. Das besondere daran ist, dass im Prinzip so jeder jedes lernen kann, auch wenn die Art und Weise wie die Wege entlanggehen, dies meißt erst in der hinteren Hälfte des Spiels zulassen. Neben den normalen Spheres gibt es übrigens auch seltenere Spheres. Diese sind dann in der Lage leere Felder auf dem Sphere Grid mit bestimmten Symbolen zu füllen, auf dem Sphere Gird zu springen oder bestimmte Schlösser, sprich Sperrfelder, aufzuschließen um so z.B. an ganz mächtige Fähigkeiten heranzukommen.
Ebenfalls anders als gewohnt wirken sich die ganzen Kampfutensilien im Kampf aus. Anstatt dass jede Rüstung mit irgendwelchen Schutzpunkten und jede Waffe mit irgendwelchen Schadenspunkten ausgestattet ist, hat jede Waffe nun einen bis vier Slots, von denen meißt einige mit Fähigkeiten ausgestattet sind. Die Fähigkeiten bei Rüstungen können z.B. besagte Schutzsteigerung, höhere Lebensenrgie, Schutz vor Elementarmagien oder ähnliches sein. Für Waffen gilt das Ganze natürlich entsprechend. Wer denkt dass das alles war, täuscht sich. So kann man im Laufe des Spiels nämlich die Fähigkeit erwerben Waffen selbser aus- bzw. nachzurüsten. So kann man sich über die nichtbelegten freien Slots in der jeweiligen Waffe oder Rüstung selbsständig seine Wunschwaffe mit den Wunschfähigkeiten zusammenbasteln. Dies zu bewerkstelligen ist aber nicht immer ganz einfach, da man für jede Fähigkeit einen bestimmten Gegenstand einmal oder auch mehrmals benötigt, und für besonders gute Fähigkeiten natürlich auch besonders schwer zu findende Gegenstände benötigt werden. So kann es schonmal eine Ganze Weile dauern bis man seltene Eigenschaften, wie die Fähigkeit ohne Gegner durch die Dungeons rennen zu können oder auch Zauber nur noch mit einem MP Magiekosten aussprechen zu können, erhält.
Wie schon in den letzten beiden Folgen gibt es auch diemals ein neues kleines Mini-Spiel, dass man im Prinzip wärend des ganzen Spiels durchspielen kann. Diesmal nennt sich das Spiel Blitzball und hat nun überhaupt nichts mehr mit Karten zu tun. Im Gegenteil: Blitzball ist eine ernsthafte Sportart in ganz Spira die Teamgeist und körperliche Fittness erfordert, oder im Fall des eigentlichen Spielers taktisches Denkvermögen. Es wird unter Wasser in einer Mannschaft gespielt, und zwar im Team. Ziel ist es natürlich so viele Tore wie möglich zu schießen. Dazu muss man den Spielern jedesmal sagen was sie machen sollen. Natürlich übernimmt der Computer einen Großteil der Arbeit, aber wenn es z.B. um Pässe oder eine Ballabnahme geht ist man selbser am Zug und muss mit unterschiedlichen Stärke-, Ausdauer- und anderen Werten jonglieren. Im Laufe der Zeit wird die eigene Mannschafft, aber auch die Gegner immer besser. Man lernt neue Fähigkeiten und kann verschiedenste Preise gewinnen. Gegner gibt es natürlich auch. So kann man in regelrechen Turnieren und Meisterschaften, aber auch in einfachen Freundschaftsspielen, gegen Gegner wie z.B. die Al Bhed spielen. Apropos Al Bhed, diese Gruppe von Menschen in Final Fantasy X haben eine eigene Sprache, die man auch Stück für Stück während des Spiels erlernen kann. Ist die Sprache zuerst unverständlich, lichtet sich der Schleier im Laufe des Spiels mehr und mehr. Der Clou an der ganzen Sache: Spielt man das Spiel irgendwann nochmal, hat man an Bestimmten stellen im Spiel die Möglichkeit das Können in der Al Bhed Sprache aus einem anderen Speicherstand zu kopieren und so auch zu verstehen was in der Frühphase des Spiels gesagt wurde.
Was sicherlich nicht alle wissen ist, dass es eigentlich zwei verschiedene Versionen von Final Fantasy X existieren, das alte Final Fantasy X und Final Fantasy X International. Wer sich die alte japanische Version mit der japanischen Sprachausgabe oder die amerikanische Version besorgt, hält das alte Final Fantasy X in seinen Händen. Dagegen gibt es noch eine neuere Version, die sich von der alten Version dadurch unterscheidet, dass es hier nun ein zweites Profi-Sphärobrett gibt, ein paar neue Fähigkeiten wie z.B. das bei Final Fantasy Fans bereits bekannte und sehr beliebte Ribbon, sowie eine Reihe neuer Super-Gegner, den sogenannten Dark Aeons, die insbesondere für die Hardcore-Spieler gedacht sind, denen die bereits vorhandenen optionalen Super-Gegner, und davon gibt es diesmal wirklich viele, keine Herausforderung mehr darstellen. In der Form mit dem Namen Final Fantasy X gibt es das Spiel, zumindest bis zu Erstellung dieses Reviews, nur in Asien, wo es auch dort nun englische Sprachausgabe und die Möglichkeit die Texte, das Menü und alles andere ins englische umzustellen gibt. Zusätzlich gibt es, aber hier nur in Japan, auf einer Bonus-DVD in Final Fantasy X International auch ein zusätliches zweites Ende vom Spiel zu sehen, das zwei Jahre nach dem Ende des Spiels spielt. Die europäische PAL-Version nun entspricht glücklicherweise Final Fantasy X International mit prinzipiell allen Extras und Vorzügen der neuen Version. Nur zwei inhaltliche Änderungen gibt es. Erstens sind die Texte, nicht die Sprachausgabe, alle in deutsch, und zweitens fehlt leider der zusätzliche Schluss.
Meine Meinung:
Ich möchte mich diesmal in zwei verschiedenen Abschnitten äußern. Wenn ihr euch die beiden Abschnitte durchlest, werdet ihr auch wissen warum...
Abschnitt 1, das Spiel: Schon lange bevor das Spiel fertig war hatte ich Bilder von den Charakteren sehen können und dachte mir: "Oje, hoffentlich meinen sie es nicht ernst wenn sie sagen dass sie diesen Anton aus Tirol Verschnitt mit Haaren die heller sind als die Haut und einer pralerischen Sportkarriere einsetzen wollen." Was habe ich mich getäuscht. Final Fantasy ist nicht zuletzt dank der weitgehend hervorragenden Sprachausgabe und Erzähleweise sehr tiefgehend, der Hauptheld von seiner Persönlichkeit her alles andere als wie man ihn erwartet hat. Wenn ich es mir recht überlege ist Final Fantasy X wartet Final Fantasy X sogar mit der best erzählten Story seit Final Fantasy VI auf. Die Geschichte bleibt von vorne bis hinten spannend, und auch wenn sie am Anfang vielleicht etwas verwirrend und auch Dünn erscheint, ist sie es auf lange Zeit keineswegs und hat so manche überraschende Wendungen zu bieten. Ja, so mag ich es, so soll es sein. Grafik, Sound und Atmosphäre sind bis auf ein paar kleinere Schwächen ein Gedicht und sogar für das notige Knobeln wurde gesorgt. Nicht nur wegen Blitzball, sondern auch wegen den immer wieder kommenden Rätseln, die man erstmals in Final Fantasy auch wirklich Rätsel nennen kann. Ein paar kleinere Wermutstropfen gibt es natürlich. So wirken dann doch einige gesprochene Texte wie von einem Blatt abgelesen und was noch viel mehr auffällt, hat man sich bei der Lippensynchronität im Bezug auf die englische Übersetzung man sich nicht immer sonderlich Mühe gegeben. Ist die Stelle nicht gerade völlig neu umgezeichnet worden, sieht man schon dann und wann mal dass sich der Mund weiterbewegt, obwohl nichts merh gesagt wird. Möglich dass die amerikanischen Synchronstudios einfach nicht so professionell sind so manch andere, was daran liegt dass in den USA recht wenig synchronisiert wird. Dennoch, das hätte nicht sein müssen. Es gibt noch ein paar andere Dinge. Die Frage wie Leistungsportler bei einem Blitzball-Spiel so lange die Luft anhalten können will ich hier übrigens nicht stellen, auch wenn ich leider zugeben muss dass ich nicht glaube dass so ein Spiel jemals in dieser Art und Weise in der wirklichen Welt möglich ist. Was ich noch erwähnen will sind noch die Filme. Diese wirken im Grunde genommen alle hervorragend, doch wieso müssen die Charaktere dort alle immer so aussehen als seinen sie von den Toten auferstanden. Sie sind fast immer kreidebleich? Dennoch, die beiden genannten Kritikpunkte und vielleicht noch die zumindest im Großteil des Spiels dominierende Linearität (ist natürlich Geschmackssache) sind nur winzige Kritikpunkte gegenüber einem ansonsten rundum absolut hervorragend gelungenem Spiel, das micht seit langem auch endlich wieder dazu verleitet das Spiel mehrmals durchzuspielen um auch wirklich alles, aber auch jede Kleinigkeit herauszufinden und zu lösen. Letztendlich ist Final Fantasy X ein würdiger zehnter Teil und ein hervorragender Einstand für die PlayStation 2.
Kommen wir nun zu Abschnitt 2, der deutschen Umsetzung: Wie bereits bekannt haben PAL-Konvertierungen immer so ihre Probleme mit der Geschwindigkeit, den Proportionen und den Balken oben und unten. All diese Probleme sind technischer Natur und haben mit den unterschiedlichen Bildwiederholraten und der anderen Aulfösung von PAL gegenüber NTSC zu tun. So weit so klar, aber was hier nun geboten wird ist echt fett. Fett im wahrsten Sinne des Wortes, denn solch fette PAL-Balken habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Geschätzt etwa 30 Prozent des Bildes sind einfach nur schwarz und der Rest plattgedrückt. Besitzern von Breitbildfernsehern mag das egal sein, mir aber keineswegs. Auch die Geschwindigkeit ist natürlich wieder um einiges langsamer. Obwohl eigentlich theoretisch möglich hat Square Europe keinen 60 Hz Modus eingebaut, da nach eigenen Angaben die Filme sonst zweimal hätten raufgespielt werden müssen, wozu nicht der Platz gereich hätte. Kommen wir zur eigentlichen Übersetzung. Diese klingt auf den ersten Blick recht gut, zumindest für jemanden der kein Englisch kann. Wie ja bereits erwähnt wurde die englische Sprachausgabe beibehalten, was scheinbar alle wussten, anscheinend nur die Übersetzer nicht. Wieso nochmal nennt man die Aeons in der deutschen Version auf einmal Bestia, heißt der Ort Moonglow auf einmal Illuminum und die Maester, die Herrscher von Spira, auf einmal Erzprimas? Das macht doch keinen Sinn! Ich meine, man hört die Leute "Aeon" richtig sagen, so wie in der amerikanischen Version, lesen tut man im gleichen Augenblick aber "Bestia". Es kommt ja noch dicker, denn teilweise steht in den Texten sogar ein ganz anderer Text. Schon recht früh im Spiel hört man Auron zu Tidus sagen "This is your Story" also "Dies ist deine Geschichte", ein nicht unwichtiger Satz, kommt er im Spiel doch häufiger vor und lernt man die wahre Bedeutung des Satzes erst gegen Ende kennen. Aber in der deutschen Version steht da als Untertitel auf einmal "Entscheide dich jetzt". Tut mir leid, aber das will mir einfach nicht in den Kopf. Und dies hier sind ja auch nur einige Beispiele. Wie dem auch sei, das soll natürlich nun keine Empfehlung sein das Spiel nicht zu kaufen. Das Spiel ist immer noch hervorragend und hat immerhin mit Ausnahme der zweiten Endes alle Extras der International-Version. Aber man sollte vielleicht in Betracht ziehen die Untertitel einfach wegzuschalten, falls er oder sie das nicht schon längst getan hat.
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| Titel: |
Final Fantasy X |
| Originaltitel: |
Final Fantasy X, Final Fantasy X International |
| Hersteller: |
Square |
| Lokalisation: |
Square Soft (USA), Square Europe (Europa) |
| System: |
PlayStation 2 |
Erscheint: (Standart) |
Erschienen (Japan) Erschienen (USA) Erschienen (Europa)* |
| * Basierend auf Final Fantasy X International |
PS: Vielen Dank an shana, die mir die Erlaubnis gab ihre Wallpapers in unserer Gallerie zu veröffentlichen.
Außerdem vielen Dank an akira62
für die US-Version von Final Fantasy X und an Vimes für die Hilfe
bezüglich der deutschen Version. |
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