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.hack//Quarantine (Part 4)
Die Geschichte: Eigentlich wollte Orca seinem Freund Kite nur endlich mal das Online-Rollenspiel "The World" zeigen, als es es zu einem Zwischenfall kam. In einem Anfängerdungeon beobachteten wie ein Monster eine junge Frau jagte. Kurze Zeit später greif just dieses Monster Orca an, was zur Folge hat, dass der Spieler von Orca ins Koma fällt. Zeitgleich erhält Kite von dem Mädchen ein mysteriöses Buch, das als Armreif umgeformt Kite ab sofort seltsame Kräfte gibt. Zusammen mit Black Rose und ein paar anderen Spielern macht sich Kite auf die Geheimnisse um die seltsamen Komafälle und das mysteriöse Mädchen Aura zu löschen. Auf diesem Weg hatten sie schon Skeith, das Monster das Orca hat ins Koma fallen lassen, sowie vier weitere Monster, die sogenannten Phases besiegt. Doch die Zustände werden immer schlimmer und bleiben nicht nur auf The World beschränkt. Nach und nach wird das gesamte Internet damit belastet, die weltweiten Börsen brechen zusammen. Computer in Krankenhäusern versagen und das Verkehrswesen spielt verrückt. Die Zeit drängt und so bereiten Kite, Helba, Lios und die anderen den finalen Gegenschlag vor.


Das Spiel: Die Welt in .hack//Outbreak ist im Prinzip immer noch die gleiche wie in .hack//Infection, .hack//Mutation und .hack//Outbreak, weshalb hier nur nochmal in Kurzform das wichtigste Nachbeschrieben werden soll (Leser von .hack//Outbreak werden diese Zeilen sicherlich schon kennen). Alle anderen können diesen Absatz überspringen und gleich zu den Neuerungen gehen. In .hack//Quarantine spielt ihr Kite, einen Online-Rollenspieler, der in die Welt des fiktiven MMORPGs "The World" eingetaucht ist, und seitdem er das Bracelet of Twilight besitzt, merkwürdige Fähigkeiten besitzt. The World ist ein aus verschiedenen Servern bestehendes Multiversum, dessen hunderttausende Einzelwelten durch ein 3-Passwort-System betreten werden können. In jeder dieser Welten trefft ihr auf Gegner und findet ein Dungeon, an dessem unterstersten Bereich jeweils ein großer Schatz versteckt ist. Kite kann als Online-Spieler bis zu zwei weitere Mitglieder in die Party aufnehmen, die mehr oder weniger unabhängig agieren, sowie auch außerhalb des Spiels in den Foren nach neuen Hinweisen suchen und Mails von seinen Freunden lesen. Letzte beiden Dinge dienen hauptsächlich dazu neue Orte und Personen zu finden, sowie neue Erkenntnisse darüber zu erlangen was eigentlich los ist. Kites besondere Fähigkeit ist aber Data Drain, eine eigentlich nicht erlaubte Technik, die die Daten der Monster umschreibt und so z.B. starke Monster in harmlosere Varianten verwandeln kann.

Dies ist also nun der letzte von vier Teilen. Wie schon bei den Vorgängern spielt das Spiel noch in exakt der gleichen Welt und wie beim letzten Vorgänger kann man den Speicherstand aus dem letzten Teil übernehmen, was für die Spieler der vorherigen Teile schon so langsam zur Gewohnheit geworden sein sollte. Hier in .hack//Quarantine habt ihr mit dem Omega-Server nun auch Zugang zu dem letzten der vier Server, oder besser gesagt zu einem Mirror-Server Helbas, denn der ursprüngliche Omega-Server ist inzwischen zusammengebrochen. Neue Helden gibt es zumindest im regulären Spielverlauf keine mehr. Ihr jagt nur noch Morganna, das korrumpierte Hauptsystem von The World und eilt damit von Dungeon zu Dungeon. Klar, dass Morganna auch noch ein paar Trümpfe im Ärmel hat. Die letzten drei Phases wurden immerhin noch nicht besiegt und auch das mysteriöse Monster Cubia ist immer noch mit im Spiel. Was es von Kite und den anderen will, wird natürlich auch endlich geklärt. Doch lässt das Spiel absichtlich einige Fragen offen stehen. Diese werden zum Teil im mitgelieferten letzten Teil von .hack//Liminality geklärt. Doch auch wenn ihr das Spiel dann auch offiziell geschafft habt, ist .hack//Quarantine nicht völlig vorbei. In einem recht langem Epilog-Spiel warten dann auch euch noch die größten Herrausforderungen. So gilt es in einem 15 Ebenen großen Super-Dungeon einen verlorenen Mitstreiter wieder zurückzuholen (nein, es wird nicht gesagt wer). Außerdem werden gewissenhafte Spieler, die die nötigen Sidequests in den vorherigen Spielen geschafft haben endlich belohnt. Diese Spieler können nun die Spielcharaktere von Tsukasa, Subaru, Sora aus .hack//SIGN und Helba mit in die Party nehmen. Aber auch Orca kann endlich zum Teil der Truppe werden. Und wem das immer noch nicht reicht, ist eingeladen bei der Item Challenge teilzunehmen. In diesem überlangen Sidequest müsst ihr alle regulären Gegenstände die es im Spiel gibt vor einem Prüfer vorzeigen. Alleine dieses Sidequest kann länger dauern als das reguläre Spiel und ist vor allem für Hardcore-Spieler gedacht.


.hack//GIFT: Bei .hack//GIFT handelt es sich um eine kleines Geschenk an die Spieler, die alle vier Teile besitzen. In Japan muss bzw. musste man dafür einen Beleg schicken, dass man alle vier Spiele besitzt, um es umsonst zu erhalten. Amerikanische Spieler finden es hingegen gleich auf der .hack//Liminality DVD von .hack//Quarantine. Im Prinzip ist .hack//GIFT eine Verarsche von .hack//SIGN und den Spielen. Mit den Charakteren im Origami-Look kann man im Prinzip nun das sehen was vielleicht beim Spielen und schauen so dem einen oder anderen Spieler in seinen schmutzigsten Gedanken in den Kopf kam. Die Story ist eigentlich irrelevant (man bekommt von Helba eine Adresse für die Twilight Quelle, die nun gesucht wird), wichtig sind viel eher die kleinen dabei entstehenden Szenen. Egal ob Subaru nun Silver Knight mit der Axt zertrümmert, Sora und Crim an hängenden Seilen gegeneinander antreten, Helba mit freiem Origami-Oberkörper zu sehen ist oder Mia mit Elk auf einer verträumten Wiese nun endlich das macht worauf man im Spiel "natürlich" vergeblich warten konnte, hier in .hack//GIFT wird nichts ausgelassen.


Meine Meinung: Nunja, ich könnte euch wieder etwas zum Thema Dungeons erforschen und Monster plätten erzählen, aber das würde wohl an dieser Stelle nun auch den letzten langweilen. In der Tat hat sich der Spielverlauf eigentlich in keiner Weise verändert. Und dennoch hat der letzte Teil einen gewissen Unterton von Finale. Im letzten Teil wird der Spieler daher auch nur noch von Handlungsstrang zu Handlungsstrang getrieben, was manchmal mehr und manchmal etwas weniger gelungen ist. So kommen die meisten Endgegner nun recht schnell hintereinander, während man beim nächsten mal Stunden damit verbringen kann nur die nötigen Virus Cores für ein Dungeon zu sammeln. Und dennoch, jetzt auf den letzten Metern kommt einem das Gefühl von Endspurt auf, so dass man diese Hürde auch noch meistern will. Das Ende selbst ist dann natürlich dramatisch und emotional gehalten und die Story geschickt im letzten Endkampf mit hinein verwoben worden. Der einzig wirklich nervige Punkt liegt für mich im Epilog-Spiel. Während das 15-Ebenen-Dungeon noch eine Herausforderung und die Belohnung mit einer zweiten Endsequenz noch recht groß war, zehrt das Item Sidequest wirklich nur noch an den Nerven des Spielers. In hunderte Dungeons zu gehen und dann doch nicht die richtigen Gegenstände zu finden, oder aber etliche hunderte male die Wunschbrunnen aufzusuchen mutiert mit der Zeit nur noch zu einer reinen Fleißarbeit. Aber was solls, man muss das Sidequest ja nicht machen, zumal es im Gegensatz zum 15-Ebenen-Dungeon keine storytechnische Relevanz mehr hat. Jedem der das Spiel beendet und die zweite Endsequenz gesehen hat, dem empfehle ich übrigens sich noch die optionale Folge 28 von .hack//SIGN mit dem Namen Unison anzusehen, welche quasi als optionalen dritten "feeling good" Abspann betrachtet werden kann. (GSandSDS)


Titel: .hack Part 4: Quarantine
Originaltitel: .hack Vol.4: Settai Houi [Absolute Encirclement]
Hersteller: Bandai, Cyber Connect 2
Lokalisation: Bandai (USA, Europa)
System: PlayStation 2
Erscheint:
Erschienen (Japan)
Erschienen (USA)
Jahr 2004 (Europa)

   
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