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Die Geschichte: Irgendwann in ferner Zukunft... Die oberfläche der gesamten Welt ist verseucht. Die Menschen haben sich unter die Erde zurückgezogen, wo sie nun in großen unterirdischen Städten leben. Doch sind die Menschen auch hier nicht außer Gefahr. Immer wieder schaffen es Mutanten und Monster aus der Oberwelt in die Unterwelt vorzudringen und die Menschen zu terrorisieren. Aus diesem Grunde wurden die Rangers aufgestellt. Ryu, oder besser gesagt Ryu 1/8192 ist einer dieser Ranger, der diesmal den Auftrag erhält zusammen mit Bosch 1/64 einen Zugtransport mit einer seltsamen Fracht zu bewachen. Während des Transports wird der Convoy jedoch attackiert und Ryu und Bosch voneinander getrennt. Im Glauben Ryu sei tot, kehrt Bosch zur Zentrale zurück, wärend Ryu selbst die Stelle noch etwas weiter erkundet. Als er die Fracht untersucht findet er ein eigenartiges Mädchen mit seltsamen Flügeln auf dem Rücken. Er erfahrt, dass es sich hierbei um eine künstliche erschaffene Lebensform handelt, die dazu dienen sollte den Menschen das Leben unter der Erde weiterhin zu ermöglichen. Doch war Nina wohl ein Fehlschlag und sollte beseitigt werden. Und so kommt es wie es kommen muss. Bosch wird zurückgeschickt, um Nina zu töten. Als Bosch und Ryu aufeinandertreffen wird Ryu schwer verletzt, doch statt zu sterben verwandelt er sich plötzlich kurzzeitig in einen Drachen, so dass Bosch sich gezwungen sieht, sich zurückzuziehen. Doch das sind nicht die einzigen Probleme, die die beiden haben. Nina geht es immer schlechter. Wie es scheint kann sie im Untergrund nicht sehr lange überlegen, und so entschließt sich Ryu, entgegen allem was die anderen über die Welt da oben immer sagen, Nina an die Erdoberfläche zu bringen. Die sollte die härteste Aufgabe seines Lebens werden, und das nicht nur wegen der Regierung die ihn und Nina nun jagt. Die fremde Präsenz des Drachens ist immer noch in ihm und wehe ihr gelingt es sich Ryu komplett zu bemächtigen.
Das
Spiel: Breath of Fire V ist der neueste und laut Capcom wohl auch letzte Teil der Breath of Fire Serie. Wer aber nun erwartet mit Breath of Fire V einen pompösen Abschluss der Serie mit großer Story, gewaltiger Weltkarte und ähnlichem zu erhalten, der täuscht. Das Spiel ist mehr in die Sparte der reinen Dungeon Spiele zuzuordnen. Die Story ist mit dem obrigen weitgehend erzählt, eine Weltkarte existiert nicht. Stattdessen findet man im Untergrund eine Vielzahl an Dungeons und Gegnern, sowie neben Nina zwei weitere Charaktere im späteren Verlauf des Spiels in dem wohl ungewöhnlichsten Teil der Breath of Fire Saga. Das was das Spiel so ungewöhnlich macht, ist das hier verwendete SOL (Scenario Overlay System), das sowohl die Geschichte, als auch die Erreichbarkeit diverser Orte bestimmt. Ryu beginnt das Spiel mit einem speziellen Rang, der sogenannten D-Ratio (D steht in diesem Fall für Dragon). Beginnend mit 1/8192 kann dieser Rang auf maximal 1/4 erhöht werden. Ein hoher Rang ist wichtig, da nur auf diese Weise bestimmte Orte erreicht und bestimmte Zwischenszenen gesehen werden können. Um den Rang zu erhöhen bedarf es einer gewissen Spielweise, wie z.B. die, dass man alle Orte besucht oder im Spiel möglichst wenig speichert. Doch dazu gleich mehr. Ein weiterer Wert, den der Spieler im Lauf des Spiels zugeschrieben bekommt, ist der sogenannte D-Counter Wert. Dieser Wert ist gefährlich, denn erhöht sich, beginnend mit 0%, im Laufe des Spiels immer weiter, und zwar zum Beispiel dann wenn man bestimmte Spezialattacken einsetzt. Aber es gibt noch andere Situationen in denen der D-Counter Wert erhöht wird. So kann sich Ryu ab dem Moment mit dem Kampf gegen Bosch in einen Drachen verwandeln und wird dadurch beinahe unbesiegbar. Doch der Einsatz dieser Möglichkeit erhöht ebenfalls den D-Counter und zwar rapide, und das ist schlecht. Sollte dieser Wert nämlich 100% erreichen, wird Ryu durch den Drachen in ihm übernommen und es heißt Game Over, weshalb man sich gut überlegen sollte, wann man welche Technik einsetzt. Leider geht dieser Wert letztenendes viel zu schnell hoch, was aber auch so gewollt ist. Der Sinn der Sache liegt nämlich darin, das Spiel oder zumindest Teile davon mehrmals durchzuspielen. Dazu hat man die Möglichkeit das Spiel jederzeit aufzugeben. Einmal aufgegeben, kann man sich entscheiden das Spiel vom letzten Speicherstand oder ganz von Beginn neu auf zu spielen. Natürlich stellt sich hier nun die Frage was das soll. Die Sache ist eigentlich ganz einfach. Im Spiel werden zwei Arten von Erfahrungspunkten vergeben, persönliche Erfahrungspunkte und Gruppen-Erfahrungspunkte, die man meist frei an die einzelnen Personen verteilen kann. Startet man ein Spiel mit der "Give Up!" Option neu, werden die Gruppen-Erfahrungspunkte behalten und für das neue bzw zurückgesetzte Spiel übernehmen. Außerdem erhält man im späteren Verlauf des Spiels auch eine Möglichkeit Gegenstände und Geld zwischen zu lagern, wodurch sie einem ebenfalls erhalten bleiben können. Auf diese Weise ist es auch möglich neue SOL-Zwischenszenen zu sehen, die es vorher aufgrund des zu nierigen Ranges nicht gegeben hat. So muss man schon alleine der Story wegen das Spiel immer und immer wieder zumindest vom letzten Speicherpunkt aus neu spielen. Einen Haken hat die Sache aber trotzdem und das ist die karge Speichermöglichkeit. Es gibt im Grunde genommen zwei Speichermöglichkeiten, einmal eine art Soft Save und eine Art Hard Save. Nur mittels des Hard Save wird ein Speicherstand auch wirklich dauerhaft gespeichert, so dass man die Konsole auch ausschalten kann. Leider jedoch benötigt man zum speichern einen sogenannten Speicher-Token, den es nur in sehr begrenzter Stückzahl im Spiel gibt. Außerdem kann man das Spiel von einem Soft Save nur mittels Gife Up neu starten. Stirbt man, wird dieser Speicherstand automatisch gelöscht. Da das Spiel ja hauptsächlich eine Art Dungeon Hack'n Slay ist, musste man sich natürlich auch was zum Thema Kampf einfallen lassen. Im Prinzip sind Kämpfe in Breath of Fire V wie eine Mischung aus normalen RPG-Kämpfen und Strategie. Die Gegner sind in den Dungeons sofort zu sehen. Kommt es zum Kampf, hat jeder Charakter eine gewissen Reichweite, innerhalb der er sich befinden muss, um die Gegner attackieren zu können. Neben normalen und Spezialattacken gibt es auch die Möglichkeit zum Einsatz von Kombos. Dummerweise ist die Anzahl der Gegenstände, die man tragen kann, sehr limitiert. Das ist um so tragischer, als dass es keine INNs oder Heilmagien gibt. Heilen kann man also nur über diverse Gegenstände, für die dann auch wohl dann das meiste Geld ausgegeben werden muss. Um das Spiel dann doch ein wenig zu erleichtern, hat man die Möglichkeit in den Dungeons Fallen zu legen. Nunja, weniger Fallen als Lockmittel, mit denen man so z.B. einige der Monster aus einer Gruppe weglocken kann, so dass man nicht gegen alle auf einmal antreten muss. Wie schon in den beiden letzten Vorgängerteilen üblich, gibt es auch in diesem Teil der Breath of Fire Reihe wieder ein kleines Feen-Dorf, bei dem man den Feen beim Aufbau ihrer Stadt helfen kann. Hier hat man auch die Möglichkeit ein geheimes Zusatzdungeon mit 50 Ebenen zu erforschen. Außerhalb des Feendorfes gibt es aber keine weiteren Möglichlichkeiten zum Spielen von Side-Quests.
Meine Meinung: Für mich ist Breath of Fire, so leid es mir tut, der schlechteste Teil der Breath of Fire Serie. Das liegt aber sicherlich weder an der Grafik oder am Sound, die sind beide eigentlich ganz okay. Das Spielprinzip, so innovativ es sich auch anhören mag, ist in der Praxis der Grund für mein Urteil. Für jemanden, der das Spiel das erste mal spielt, scheint der Schwierigkeitsgrad knüppelhart. Das liegt dummerweise eigentlich nicht am Schwierigkeitsgrad selber, sondern an dem Scnenario Overlay System, das man erstmal kapieren muss, will man im Spiel vorankommen. Aber auch dann versteht das Spiel mich nur bedingt zu begeistern. So schön es auch sein mag eine neue SOL-Szene sehen zu können, so nervig ist es auch immer und immer wieder die gleichen Stellen neu spielen zu müssen. Dieses ewige neu spielen ist es auch was das Spiel in die Länge treibt. Das eigentliche Spiel ist nämlich genau genommen recht kurz, würde man es in einem Stück durchspielen können. Bei der Story hingegen bin ich zwiegespalten. In den einzelnen Szenen versteht es die Geschichte schon wunderbare Tiefen zu zeigen. Leider gibt es von der Story im Allgemeinen viel zu wenig, und das was es gibt hat an verschiedenen Stellen Lücken, und das nicht nur deshalb weil man irgendwelche SOL-Szenen noch nicht gesehen hat. Alles in allem soll dies aber hier nicht als Rat zum Nicht-Kauf verstehen werden. Wer auf Hack'n Slay steht, oder wer unbedingt wieder ein Abenteuer mit Ryu und Nina haben will, kann schon zugreifen. Doch sollte er lieber vorher wissen, was ihn erwartet, bevor er enttäuscht ist.
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| Titel: |
Breath of Fire: Dragon Quarter |
| Originaltitel: |
Breath of Fire V: Dragon Quarter |
| Hersteller: |
Capcom |
| Lokalisation: |
Capcom (USA) |
| System: |
PlayStation 2 |
Erscheint:
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Erschienen (Japan) Erschienen (USA) Unbekannt (Europa) |
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