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Die Geschichte:
Die Welt ist in zwei große Kontinente aufgeteilt, welche durch ein großes Meer aus Schlamm getrennt sind. Lange Zeit waren die Völker des westlichen Kontinents im Krieg und zerstritten. Doch dann kam der göttliche Fou-Lu auf die Erde, vereinte die Völker zu einem großen Imperium und erhob sich selbst zum Imperator. Als dann später, wie bei jedem, seine Zeit gekommen war, ließ er sich an einer bestimmten heiligen Stelle beerdigen, mit dem Schwur eines Tages wieder aufzuerstehen und sein Werk zu vollenden. Seit diesem Tag sind 1000 Jahre vergangen und es ist viel passiert. Lange durch das Schlammeer voneinander getrennt, stieß das Imperium des Westens dann doch irgendwann auf die Völker, die im Osten wohnten, was wieder einmal in einem fürchterlichem Krieg ausartete, an dessem zerstörerischem Höhepunkt die Entwicklung der Canonade, einer Waffe, die Ihre Gegner mit einem Geschoss aus purem Hass, dem Hex, vernichtet, steht. Die östlichen Länder bildeten wärend dieses Krieges eine Allianz und bekämpften gemeinsam das Imperium. Völlig erschöpft einigten sich beide Seiten dann eines Tages doch auf einen Waffenstillstand. Ellina, die ältere Prinzessin aus dem Königreich Wyndia macht sich auf den Weg, um sich um die Verletzen in den Dörfern zu kümmern, als sie plötzlich spurlos verschwindet. Nina, Ellinas jüngere Schwester, und ihr Begleiter Cray machen sich auf die Suche nach Ellina, als auf der Reise ihr Sandgleiter von einer mysteriösen Kreatur gerammt und zum Absturz gebracht wird. Als sich Nina in der Nähe der Absturzstelle etwas umsieht trifft sie auf einen jungen Mann namens Ryu, der wie es ausschaut sein Gedächtnis verloren zu haben scheint. Es stellt sich heraus dass Ryu die sogenannten "Drachenaugen" besitz: das Zeichen eines sog. "Endlosen", eines göttlichen Wesens, jederzeit in der Lage die Gestalt eines Drachen anzunehmen, von dem eine der Prophezeiungen sagt, dass er eines Tages kommen, die Welt erobern und danach zerstören wird. Ihr spielt Ryu, der sich entschließt Nina bei ihrer Suche zu helfen und der selbst auf einer Suche ist. Nämlich auf der Suche nach seiner Herkunft und der Frage ob er wirklich zu diesem schrecklichen Schicksal bestimmt ist. Die einzigen, die vielleicht in der Lage sind ihm diese Fragen zu beantworten, sind dabei die Drachen, die seit Urzeiten über das Wohlergehen der Menschen wachen, und von einigen Völkern wie Götter angebetet werden. Doch die Drachen zu finden ist leichter gesagt als getan, denn aus irgendeinem Grund scheint das Imperium des Westens bereits fieberhaft nach dem "Drachen" Ryu zu suchen. Noch wissen Ryu und seine Freunde auch nicht dass inzwischen ein weiteres Ereignis stattgefunden hat. Fernab auf der anderen Seite der Welt hat sich eine mysteriöse Person aus ihrem Grab erhoben. Ihr Name: Fou-Lu...
Das Spiel:
Breath of Fire IV erinnert in vielerlei Hinsicht an seinen letzten Vorgänger. Wie in Breath of Fire III besteht die Grafik aus einem 3D-Hintergrund und 2D-Charakteren, wobei diesmal darauf geachtet wurde den Unterschied zwischen 2-D und 3-D nicht so stark auffallen zu lassen. Um die Charakterbewegungen möglichst flüssig zu halten hat sich Capcom die Mühe gemacht jedem Charakter 3000 Frames zu spendieren. Vom Stil her gibt es jedoch auch Unterschiede. So hat man darauf dass das Spiel, im Gegensatz zu Breath of Fire III mit seiner teilweise kindlichen, teilweise aber auch düsteren Atmosphäre, diesmal ein eher abenteuerliches Image bekommt.
Das Kampfsystem wurde erneut überarbeitet. Wie schon in den Vorgängern kann der Held Ryu natürlich auch hier seine Drachenkräfte beschwören und sich so in verschiedene Arten von Drachen verwandeln. Im Gegensatz zu z.B. Breath of Fire III sind seine Möglichkeiten dazu aber, wenn auch nur quantitativ gesehen, sehr begrenzt, sprich die Anzahl von Ryus Drachenformen ist begrenzt. Einige Drachenformen könnt Ihr hinzugewinnen wenn Ihr wieder einmal die schon aus Teil 3 bekannten Drachen Genes findet. Doch das ist eher die Ausnahme. Um die meißten der weiteren Drachenzauber zu bewirken muss der Spieler mit Ryu stattdessen die Drachen dieser Welt aufsuchen. Von ihnen kann er dann ihre Kräfte erhalten und sie später im Kampf wie einen Summon-Zauber heraufbeschwören. Ebenfalls aus dem dritten Teil der Serie sind die Master bei denen man sich, nachdem man eine spezielle Aufgabe erfüllt hat, als Schüler anmelden kann. Mit einem Master können neue Fähigkeiten erworben werden. Hier hat man aus den Fehlern von Breath of Fire III scheinbar gelernt. War es in Teil 3 noch so dass man die Fähigkeiten von den Mastern nur dann gelernt hat wenn man eine bestimmte Anzahl von Leveln aufgestiegen ist (was sehr problematisch sein konnte, wenn die Level der Charaktere bereits sehr hoch waren wenn man einen Master gefunden hat), gilt es diesmal generell immer wieder kleinere Aufgaben zu lösen, sei es einen Gegenstand zu bringen, eine Magie zu erlernen oder auch nur eine bestimmte Anzahl von Monstern zu besiegen. Ein weitere Problem mit den Mastern im dritten Teil war, dass man bei ihnen festhing wenn man keinen anderen Master finden konnte. Dies Problem wurde hier behoben. Mann kann also nun einem Master jederzeit kündigen, falls sich die Schülerschaft bei ihm als eher Nachteilig auswirkt. Es gibt noch etwas was aus dem dritten Teil übernommen wurde, nämlich die Fähigkeit bestimmte Magien von Gegnern zu lernen. Diesmal muss man jedoch nicht dafür eine Runde im Kampf aussetzen, sondern das Lernen geschieht nach dem Zufallsprinzip automatisch. Auch können diesmal mehrere Charaktere zum Lernen der Magie hinzugezogen werden, wobei aber bei einigen Charakteren die Wahrscheinlichkeit eine Magie zu lernen größer ist als bei anderen. Was prinzipiell neu zu Breath of Fire IV hinzugekommen ist, ist die Möglichkeit einen Gegner ohne den Verlust einer Kampfrunde jederzeit zu scannen, um so seine Verhaltensweisen und Schwächen schneller erkennen zu können. Wer von dieser Option öfters Gebracuh macht, wird auch schnell merken, dass man sich bemüht hat jeder Gegnerklasse ihre eigenen individuellen Verhaltensweisen zu verpassen. Was ebenfalls neu ist, ist die Möglichkeit Kombo-Zauber zu bewirken. So könnt Ihr aus den vier Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft noch viel stärkere Zauber als gewöhnlich erzeugen.
Eine ganz besondere Eigenschaft von Breath of Fire IV ist die, daß Ihr nicht wie gewöhnlich nur den Helden spielt. Vielmehr wechselt Ihr mehrmals im Spiel zwischen Ryu und seinen Freunden und seinem Widersacher Fou-Lu hin und her. Dieser besitzt wie Ryu Drachenkräfte, nur dass seine in den meißten Fällen denen von Ryu entgegengesetzt sind. So ist z.B Ryus Element Feuer, das von Fou-Lu hingegen Wasser. Diese Charakterwechsel haben nicht nur eine storymäßige Bedeutung. Auch spielerisch hängt viel davon ab. So sind Ryu und Fou-Lu auf eine mysteriöse Weise miteinander Verbunden. Erlernt einer von beiden z.B eine neue Drachenmagie, so beherrscht der andere damit automatisch eine entsprechende Technik, d.h. je stärker der eine wird, destso stärker wird auch der andere. Neben der Haupthandlung gibt es in Breath of Fire IV natürlch auch wieder eine Menge Sub-Quests. Ja es wimmelt geradezu von ihnen. So könnt Ihr z.B wie schon im Vorgänger an bestimmten Stellen angeln gehen, euch an einer Wüstenralley beteiligen oder kleinen Feen helfen eine Stadt aufzubauen.
Meine Meinung:
Ja es geht doch. Breath of Fire IV ist so wie ich mir den dritten Teil gewünscht hätte. Eine schöne Story, sehr individuell wirkende Gegner, jede Menge Side-Quests und enlich wieder einen Schluss, den man auch als solchen bezeichnen kann. Gerade beim letzten Genannten war bei mir die Enttäuschung doch groß. Das Ganze wird dann noch bespickt mit Gastauftritten aus dem dritten Teil und einigen frechen Dialogen. Apropos dritter Teil, die zeitliche Zugehörigkeit dieses Spiels gegenüber den anderen drei Teilen ist mir diesmal nicht so ganz klar. Es scheint diesmal so zu sein, dass das Spiel in einer Art Paralleldimension spielt. Zumindest gibt es in dieser Richtung einige Anspielungen, und die Rolle der Drachen lässt auch am ehesten diesen Schluss zu. Wer die Serie und trotz seines Schlusses auch den dritten Teil mag, wird an diesem Teil sicherlich nicht herumkommen. Da stört es auch nicht dass das Spiel recht lieblos aus dem Japanischen Lokalisiert wurde. Die Stimmen und Schriften in den Endsequenzen sind nämlich immer noch in japanisch, und es wurden zwei Stellen im Spiel für sie nicht-japanische Version herausgeschnitten, was sich aber verschmerzen lässt. Einzige wirkliche Kritikpunkte sind vielleicht da noch eher die nur in 45 oder 90 Grad schwenkbaren Gegenden, was am Anfang doch ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, sowie eine recht lieblose Weltkarte, die wirklich nicht mehr viel mehr als eine Karte ist, wo man von Ort zu Ort steuert. Aber auch das lässt sich verschmerzen.
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| Titel: |
Breath of Fire IV |
| Originaltitel: |
Buresu Obu Faia IV: Utsurowazaru Mono* |
| Hersteller: |
Capcom |
| Lokalisation: |
Capcom (USA, Europa) |
| System: |
PlayStation |
Erscheint:
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Erschienen (Japan) Erschienen (USA) Erschienen (Europa) |
| * Breath of Fire IV: The Unchanging Ones |
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